Porträt: Ein Mediator als Hauptverbandschef

6. Februar 2005, 19:33
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Bis 1994 Chef-Verhandler bei Metaller-Lohnverhandlungen

Wien - Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger erhält einen Unternehmsberater als neuen Chef. Erich Laminger, Funktionär in Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung, hat überraschend das spannende Rennen um den Vorsitzenden im Vorstand gemacht. In der Öffentlichkeit ist der 56-Jährige bisher kaum bekannt. Wirtschaftspolitische Sporen verdiente er sich u.a. als Chef-Verhandler bei den Metaller-Gesprächen - eine Aufgabe, die er bis 1994 ausfüllte.

In der Öffentlichkeit ist der 56-Jährige Hainburger bisher kaum bekannt: Seine berufliche Laufbahn begann der sprachgewandte Jurist (englisch, französisch, italienisch, kroatisch) bei der BBC Österreich, bei der er insgesamt 16 Jahre tätig war. Bei Alcatel fungierte er später als Personalchef. Die gleiche Aufgabe hatte er bei Elin über, und bei der Telekom leitete der gelernte Jurist den Bereich "Personalkultur". Derzeit ist der neue Hauptverbandschef als Unternehmensberater mit seiner Firma "Management Kreativ" im Einsatz. Privat gehört Lamingers Liebe dem Hockey-Sport, wo er sowohl im Verband als auch beim Spitzenverein AHTC Funktionen innehat.

Laminger war schon einmal für einen Spitzenjob im Hauptverband im Rennen. Der Unternehmensberater bewarb sich um das Amt eines Geschäftsführers, konnte sich trotz eines guten Auftritts beim entscheidenden Hearing unter anderem angesichts der politischen Absprachen aber nicht durchsetzen. Laminger wurde letztlich erster Ersatzkandidat. Er gilt als VP-nahe, besitzt aber keine typische parteipolitische Punze. Im Verwaltungsrat des Hauptverbands war Laminger seit 2001 als Ersatzmitglied tätig. Seit der Neukonstruktion der Hauptverbandsgremien ist er fixes Mitglied des Vorstands. (APA)

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