Geplante Ölpipeline bedroht Leoparden

4. Februar 2005, 14:32
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Russland: Tierschützer warnen, dass Amur-Leoparden durch den Bau der Transportleitung endgültig ausgerottet werden

Moskau - Die letzten Amur-Leoparden im Fernen Osten Russlands sind nach Einschätzung von Tierschützern durch den beschlossenen Bau einer Ölpipeline an die Pazifikküste gefährdet. Die wegen ihres langen Winterfells als schönste Leoparden geltenden Tiere würden durch den Bau der Transportleitung endgültig ausgerottet, sagte Maria Woronzowa von der russischen Sektion des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) am Freitag.

Die 4.100 Kilometer lange Ölpipeline von Zentralsibirien in Richtung der Absatzmärkte China und Japan werde mehrere unter Schutz stehende Gebiete durchlaufen, darunter auch das Revier der noch etwa 30 lebenden Amur-Leoparden. Angesichts der niedrigen russischen Umwelt-Standards und der schlechten Wartung von Pipelines sei Schlimmes zu befürchten, teilte die Organisation mit.

Die russische Führung hatte Ende des Vorjahres entschieden, die schätzungsweise zehn Milliarden Euro teure Pipeline durch Ostsibirien bis zum Pazifikhafen Nachodka zu bauen. Durch die erste Transportleitung in Richtung Osten sollen jährlich 80 Millionen Tonnen Öl gepumpt werden. (APA/dpa)

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