Ganz intim! Der atemberaubend auf­regende Alltag einer etat.at-Redakteurin

18. Februar 2005, 14:03
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Kaffee getrunken, Müsli gegessen, geduscht, Zähne geputzt, angezogen. Computer hochgefahren ...

Ein Text von Astrid Ebenführer.
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9 Uhr: Kaffee getrunken, Müsli gegessen, geduscht, Zähne geputzt, angezogen. Computer hochgefahren, Browser geöffnet. Offizieller "Dienstbeginn" ist um 11 Uhr. Trotzdem, kurzer Info-Check kann nicht schaden. Man will ja auf dem neuesten Stand sein.

Mails überflogen. Persönliche Nachricht des recht prominenten Herrn A. erhalten. Der Betreff: "A. geht neue Wege". Der Text in Kurzfassung: "Herr A. von B. wechselt zu C." Aber hallo. Wird für Aufruhr in der Branche sorgen.

Redaktionssystem aufgerufen, Meldung geschrieben. Foto von Herrn A. bearbeitet, online gestellt. SMS formuliert und verschickt. Rund 6000 AbonnentInnen mit Spezial-etat.at-Newsletter beglückt oder genervt. Erledigt. Bei den KollegInnen von horizont.at, extradienst.at, medianet.at spioniert. Nein, noch ist dort nichts vom spektakulären Wechsel des Herrn A. von B. zu C. zu lesen. Fein, wieder einmal die Ersten zu sein.

9.30 Uhr: Meldungen der Nachrichtenagenturen gescreent. Nichts Dringendes dabei. Kann alles bis nach 11 Uhr warten. Auch bei kress.de, persoenlich.com, kontakter.de, wuv.de keine wesentlichen Neuigkeiten online. Noch ein wenig privatisiert.

10.30 Uhr: Auf dem Weg in die Redaktion Fragen an Herrn A. überlegt für die Rubrik "etat.at fragt nach". In U3 die aufgelöste Frau D. getroffen. Ob ich es schon wisse, sie habe gerade einen Anruf erhalten. Herr A. wechselt von B. zu C. ist bereits online. Branchengerüchte aufgeschnappt.

10.45 Uhr: Ankunft in der Redaktion. Mit KollegInnen der diversen derStandard.at-Channels geplaudert. Erste Zigarette geraucht, zweiten Kaffee getrunken. Computer hochgefahren. Nachrichten von außerhalb der Medien- und Werbewelt gelesen. Post geöffnet, über Aussendungen an ein Onlinemedium via Briefform gewundert. Aber wenigstens werden wir nicht mehr einer baskischen Untergrundorganisation zugeordnet. Empfänger: Eta. Alles schon da gewesen.

etat.at-Postfach gecheckt. 79 neue Mails erhalten. Ein Drittel davon in den "Schlund"-Ordner geschoben. Mit Infos wie "XY ... präsentiert auf der 1. Südtiroler Passivhaustagung zwei neue Fenstersysteme" kann etat.at halt so gar nichts anfangen. Ist es wirklich so schwer, gscheite Medienverteiler zu erstellen?

Über Attachements mit über zehn Megabyte und Nachrichten mit dem sinnigen Betreff "Presse-Information" (no na net) geärgert. Mehrseitige Aussendungen durchgeackert, das Wesentliche manchmal gefunden. Oft auch nicht.

Meldung zum Wechsel des Herrn A. von B. zu C. soeben auf horizont.at erschienen. Mit Quellenangabe etat.at. Danke, liebe KollegInnen, fürs Zitieren. Aktuelle ÖWA-Zahlen online gestellt. Über Steigerung der Zugriffe auf etat.at gefreut.

11.30 Uhr: Viele Postings freigeschaltet, wenige gelöscht. Man kann von ORF-Generalin Lindner halten, was man will, aber sie als "..." zu bezeichnen, das geht dann doch zu weit. Und natürlich darf Herr A. kritisiert werden, aber nicht beleidigend, bitte.

Endlich Herrn A. erreicht, ihm Interviewfragen per Mail geschickt. Wegen "Werber, ganz intim!" angefragt. Er soll doch seinen Alltag anhand von Fotos und Texten festhalten und uns bitte schön lauschig-intime Einblicke gewähren. Die neue UserInnen-Einsendung für "Uns fehlen die Worte" bearbeitet. Ist manchmal wirklich deftig, was sich die Kreativen so ausdenken.

12.30 Uhr: TV-Quoten aktualisiert (Rosamunde-Pilcher- Schmarrn wieder einmal vorne, ATVplus-Marktanteile ganz passabel), Meldungen der Nachrichtenagenturen bearbeitet, Mails beantwortet. Telefoniert, recherchiert. Linklisten aktualisiert. Über neue Kampagnen, Preise, Personalien berichtet. Tippfehler korrigiert.

Haufenweise Bilder im Photoshop aufbereitet, "Ansichtssachen" produziert. Telefonanrufe – "Wir hätten da etwas sehr Interessantes für Sie" und "Wir haben Ihnen eine Einladung zu XY geschickt, werden Sie kommen?" entgegengenommen. Business as usual. Zigarettenpause.

13.30 Uhr: Aufgeregter Anfruf von fid (Anm. Harald Fidler, Medienredakteur des STANDARD). Will ganz schnell und unbedingt sofort und auf der Stelle SMS und Spezial-Newsletter verschickt haben. Kann einen schon manchmal etwas nervös machen. Nuschelt unverständlich ins Telefon. Ist bei einer Veranstaltung, kann nicht reden. Hat aber soeben erfahren, dass "mrmpht ... kru ...".

Mehrmaliges Nachfragen hilft, Sachlage wird klarer. Bestätigung der Info eingeholt, Hintergrund recherchiert, Meldung verfasst, online gestellt, SMS und Spezial-Newsletter versendet. Verschnaufpause. Zeit, neue Postings durchzugehen, "Würde dich gerne kennen lernen, finde dich echt süß", ist unter einer Headhunter-Meldung zu lesen. Aha, anbandeln via etat.at? Warum nicht, Posting freigeschaltet. Über Liste für etat.at-Besprechung gebrütet, neue Formate überlegt. Ideen auf ihre Realisierungsmöglichkeiten abgeklopft. UserInnen verstärkt in den Inhalt einbinden, Interaktion, so das Ziel.

14.30 Uhr: Aufregung um neue Dachmarke eines Lebensmittelkonzerns. Heftigste Diskussionen unter betreffendem Artikel. Erinnert an die Erregung über das Telekom-Austria-Logo. Rückblende: Die neue Marke – der Schriftzug "Telekom Austria" auf rot-weiß-rotem Hintergrund, wurde im Juni 2002 präsentiert.

User Harald G. lieferte damals das "geheime Bild des Urentwurfes" und somit den Beweis: "Telekom-Logo 113 wurde mit MS Excel erstellt". Über 100 UserInnen versuchten sich daraufhin als GrafikerInnen und schickten ihre Logo-Persiflagen an die Redaktion, etat.at präsentierte die Kreationen in einer "Ansichtssache". Das war ein Spaß! Für uns und die UserInnen. Sollten wir wieder machen.

15.30 Uhr: Aussendung zu Preisverleihung am Abend eingetroffen. And the winner is: die Agentur ABC mit dem Kunden XYZ. Schöne Kampagne, würdiger Sieger. Weiß zwar schon jeder, aber "unbedingte Einhaltung der Sperrfrist bis 21 Uhr" gefordert.

Meldung dazu verfasst, Siegersujets bearbeitet. Das raffinierte Redaktionssystem so gedrillt, dass Artikel abends automatisch ganz ohne Zutun online erscheint. Eine feine Einrichtung. Daily-etat.at-Newsletter mit den wichtigsten Meldungen des Tages formuliert und verschickt.

16.30 Uhr: Mail von fid mit Text für "perfid" erhalten. Über Glosse mit Hinweis auf eindeutig zweideutige schwedische Möbelnamen gelacht. Sofort online gestellt. Soll den UserInnen nicht vorenthalten werden.

Wieder Mail von fid. Will offenen Brief von E. an F. im Originalwortlaut als Download auf etat.at anbieten. Weist im STANDARD darauf hin. Und wieder Mail von fid. Hat heute Interview mit G., bringt nur Kurzfassung unter. Lange Version soll dann online zu lesen sein. Aber erst ab 17.30 Uhr. Damit Konkurrenz nicht vor Reaktionsschluss reagieren kann. Auch recht. Schon fein, Zusammenarbeit Online/Print funktioniert bestens. Ok, meistens.

18.30 Uhr: Meldungen vom Kommunikationsteil des STANDARD aufbereitet. Blattsalat, TV-Tagebuch, Switchlist, Radio-Tipps. Ein letztes Mal Mails, Agenturmeldungen, Branchenmedien gecheckt. Über viele neue Postings gefreut. Und über Antwort auf das Anbandel-Posting geschmunzelt.

20.00 Uhr: Computer heruntergefahren. Aus, Schluss. Man hat ja noch ein Leben außerhalb von Medien, Werbung, PR. Aber darüber wird an dieser Stelle nicht berichtet. Das geht Sie nämlich überhaupt nichts an ...

9 Uhr: Kaffee getrunken, Müsli gegessen, geduscht, Zähne geputzt, angezogen. Computer hochgefahren, Browser geöffnet. Nein, es grüßt jetzt nicht das Murmeltier. Denn: neuer Tag, neue Meldungen, neue Postings, neue Kampagnen, neue ...

  • Wann haben Sie das erste Mal etwas auf derStandard.at gelesen?
Ich bin ein begeisterter User der ersten Stunde. Mag. Dietmar Trummer, Hochegger|Com
Es war 1996 in meinem damaligen Wohnort Düsseldorf. Die Salzburger Nachrichten habe ich nicht im Netz gefunden, den Standard.at sofort. Also bin ich dabei geblieben. Für viele Jahre eine wichtige Brücke in meine Heimat. Eine Rettung vor dem Suizid. Christoph Klingler, Lowe GGK
Meiner Erinnerung nach war ich am 2. 2. 95 grippebedingt nicht einsatzfähig, sodass ich  bedauerlicherweise erst am 3. oder 4. 2. den Erstkontakt
mit derStandard.at hatte. Leon Widecki, Haslinger Keck
Am 2.Feb. 1995 :-) Bernd Fliesser, FCB KobzaWelche Bedeutung hat derStandard.at in Ihrem persönlichen Mediamix?Unverzichtbarer Bestandteil! Schon wegen Standard etat.at; lese täglich! Alois Grill, LZS/ GRILL/THOMPSON WerbeagenturderStandard.at ist meine Startseite seit Beginn. Mittlerweile baut er sich auch richtig schnell auf.
Alles andere schau ich selten bis gar nicht. Johannes Newrkla, BluetangoEr ist mein HOME im Internet. Tibor Barci, Barci&PartnerDer täglich Blick auf derStandard.at gehört zu meiner täglich Arbeitsroutine. Peter Lammerhuber, MediaCom ViennaZählt zur täglichen Früh-Erstinformation. Rudolf Reisner, Wirz

derStandard.at ist meine Internet-Startseite. Das sagt alles. Hans Cepko, cepko+coDer Content ist kein bloßer Abdruck der Zeitungsartikel, sondern geht darüber hinaus. Die Macher schaffen es eine Community anzusprechen, deren Kommentare ein vitaler und spannender Teil des Sites sind. Monika Eigensperger, FM4Was gefällt Ihnen an derStandard.at?Er bietet mir mehr als jede andere deutschsprachige Seite – vom Tagesgeschehen, über Wirtschaft bis zu Kultur und vor allem Branchennachrichten. Und alles auf Klick auf derselben Seite. Aber der echte Hit sind die Postings: da kann man oft mehr erfahren als in den Artikeln – ganz im Ernst! Es gibt eben Poster und Standard-Poster – es lebe der Unterschied! Johannes Newrkla, BluetangoDer Inhalt, ein fabelhaft sympathisches Layout und die Fidlerei auf etat.at. Mariusz Jan Demner, Demner, Merlicek & Bergmann
Es ist übersichtlich, klar und informativ. Des weiteren ist sie schneller als die Konkurrenz und das ist wichtig für mein Geschäft. Stefan Schmertzing, schmertzing&coDu liest eine Zeitung. Und plötzlich merkst du: du blätterst und raschelst nicht, sondern scrollst und klickst. Aber du liest eine Zeitung. Hans Cepko, cepko+coDas Design. Die Struktur. Die Aktualität. Gut gemacht. Rudi Kobza, FCB Kobza
    foto: derstandard.at

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    Meiner Erinnerung nach war ich am 2. 2. 95 grippebedingt nicht einsatzfähig, sodass ich bedauerlicherweise erst am 3. oder 4. 2. den Erstkontakt mit derStandard.at hatte. Leon Widecki, Haslinger Keck

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