Berufsmusiker besonders krankheitsgefährdet

8. Februar 2005, 13:42
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Gezieltes Muskeltraining empfohlen

Jena - Mehr als drei Viertel der fast 12.000 Berufsmusiker in Deutschland haben berufsbedingte gesundheitliche Beschwerden, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation in Jena. Besonders häufig sei der Stütz- und Bewegungsapparat betroffen, insbesondere die Wirbelsäule. Besonders betroffen seien Violinisten, Flötisten sowie Kontrabass- und Gitarrenspieler.

Musikerkarrieren begännen häufig schon im Alter von sechs bis acht Jahren, über Jahrzehnte sei täglich vier bis sechs Stunden Üben angezeigt. Besonders ungünstig wirke sich das Verharren in ein und derselben unnatürlichen Position aus, teilte der Verband mit.

Die körperliche Belastung sei dem von Sportlern in einem Leistungszentrum vergleichbar. Deshalb sollten sich Musiker auf ihren Beruf ebenso mit gezieltem Muskeltraining vorbereiten wie Sportler auf einen Wettkampf, rät die Gesellschaft. (APA/AP)

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