Linksdemokraten wappnen sich gegen Berlusconi

11. Februar 2005, 12:26
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Parteichef Fassino rief auf, sich aktiv für reformistische Föderation zu engagieren, die unter Prodi "Neubeginn Italiens" garantiere

Rom - Der Chef der italienischen Linksdemokraten (DS), Piero Fassino, hat am Donnerstagabend bei der Eröffnung des dreitägigen Parteikongresses in Rom für die Gründung einer großen progressiven Föderation plädiert, in der die linksorientierten Parteien der oppositionellen Mitte-Links-Allianz "Ölbaum" (Ulivo) zusammengefasst werden sollen. Unter der Leitung von Oppositionschef Romano Prodi könne die Föderation die Regierungskoalition von Silvio Berlusconi bei den Regionalwahlen im April und bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr besiegen, meinte Fassino, der seit vier Jahren die Partei führt.

Vor hunderten Parteidelegierten, die bis Sonntag in Rom tagen, rief Fassino die DS-Anhänger auf, sich aktiv für die reformistische Föderation zu engagieren, die unter Prodis Leitung einen "Neubeginn Italiens nach der dunklen Phase der Regierung von Silvio Berlusconi" garantieren könne.

Fassino und Prodi stellten im November "Große demokratische Allianz" vor

Gemeinsam mit Prodi hatte Fassino im vergangenen November die "Große demokratische Allianz" (GAD) vorgestellt, eine Föderation verschiedener Parteien, die die Regierungskoalition bei den Regionalwahlen und bei den Parlamentswahlen 2006 besiegen soll. "Italien braucht ein innovatives, tief greifendes und eigenständiges Programm, das dem Land einen Neubeginn sichern kann. Die wirtschaftspolitische Strategie der Regierung Berlusconi ist gescheitert", meinte Fassino.

Am 3. und 4. April sind Regionalwahlen vorgesehen, von denen sich die Mitte-Links-Allianz Vieles erhofft. Fassino versicherte, dass die Linkskandidaten in den 14 (von insgesamt 20) Regionen siegreich sein würden.

Für dem Herbst 2005 ist ein großer Kongress der Mitte-Links-Parteien geplant, aus dem Prodi offiziell als Anti-Berlusconi-Kandidat hervorgehen soll. (APA)

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    Fassino und Prodi hatten im vergangenen November die "Große demokratische Allianz" (GAD) vorgestellt.

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