Ehemalige Worldcom könnte für mehr als 6 Mrd. Dollar verkauft werden

13. Februar 2005, 09:35
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US-Telekomkonzern Qwest soll Angebot gelegt haben - MCI prüft aber noch - Höheres Offert nicht ausgeschlossen

Bei der Suche nach einem potenziellen Käufer hat der US-Telekommunikations-Konzern MCI, ehemals WorldCom, offenbar einen Interessenten gefunden. Kreisen zufolge hat der Konkurrent Qwest Communications International ein 6,3 Milliarden Dollar Übernahmeangebot vorgelegt.

Bilanzskandal

WorldCom hatte im Juli 2002 nach einem milliardenschweren Bilanzskandal Gläubigerschutz beantragt und damit für die bisher weltweit größte Firmenpleite gesorgt. In den Bilanzen des Unternehmens waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden.

MCI ist im vergangenen Jahr nach dem Abschluss des Konkursverfahrens aus der ehemaligen WorldCom hervorgegangen. Neben Qwest sollen auch andere Unternehmen der Branche Interesse gezeigt haben.

Geprüft

Das nunmehrige Qwest-Angebot werde derzeit von MCI geprüft. Es sei jedoch nicht sicher, dass es zu einem Abschluss komme, weil MCI möglicherweise auf ein höheres Angebot eines anderen potenziellen Interessenten warte, hieß es am Donnerstag in mit der Situation vertrauten Kreisen.

Demnach hat MCI auch mit Verizon gesprochen, doch habe dieser Konzern kein formelles Angebot unterbreitet, hieß es. Verizon-Chef Ivan Seidenberg lehnte einen Kommentar dazu ab, ob sein Unternehmen ein Übernahmeangebot vorlegen werde. Auch MCI und Qwest wollte keine Stellungnahme abgeben.

Den Kreisen zufolge hat das Interesse an MCI vor allem deshalb zugenommen, weil sich der US-Telekommunikationskonzern SBC Communications mit seinem ehemaligen Mutterkonzern AT&T vorige Woche auf einen Zusammenschluss bis Mitte 2006 verständigt haben. (Reuters)

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