Cross stockt bei Rosenbauer auf - Börserückzug denkbar

11. Februar 2005, 15:16
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KTM-Boss Pierer: Vorerst keine weiteren Zukäufe bei Rosenbauer - Rosenbauer-Chef Wagner: Keine Pläne für Delisting

Wien - Der Vorstandschef der Welser Beteiligungsgesellschaft Cross Holding, Stefan Pierer, hält einen Börserückzug des oberösterreichischen Feuerwehrausrüsters Rosenbauer für denkbar. "Das ist eine ernst zu nehmende Idee", sagte Pierer am Freitag zur APA, wenn die Liquidität von Rosenbauer an der Börse "irgendwann zu gering wird".

Streubesitz auf 18 Prozent gesunken

Zuvor hatte Cross heute Früh bekannt gegeben, ihre Beteiligung an Rosenbauer auf eine Sperrminorität weiter aufgestockt zu haben. Durch die Aufstockung auf 25,14 Prozent befinden sich nur noch knapp 18 Prozent der Rosenbauer-Aktien in Streubesitz. Mehrheitsaktionär ist die Familie Rosenbauer mit einem syndizierten 57 Prozent-Anteil, dem auch das 6,8-prozentige Aktienpaket von Vorstandschef Wagner zuzurechnen ist.

Rosenbauer dementiert Pläne für Börserückzug

Im Rosenbauer-Konzern weist man Überlegungen eines Delistings von sich. "Sowohl in der Familie als Mehrheitseigentümer als auch im Management gibt es keine Pläne für einen Börserückzug", entgegnete Rosenbauer-Vorstandschef Julian Wagner.

Pierer plant nach eigenen Angaben vorerst keine weiteren Zukäufe bei Rosenbauer. Hinsichtlich des von ihm angestrebten Sitzes im Aufsichtsrat sagte er nur, es gebe "konstruktive Gespräche mit der Familie". Das sei noch nicht entschieden, so Wagner. Über einen möglichen Aufsichtsrats-Sitz für Pierer habe die Hauptversammlung zu befinden.

"Aus heutiger Sicht zuversichtlich" zeigte sich der Rosenbauer-Chef, das Ziel eines Vorsteuerergebnisses (EBT) von 10 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 erreicht zu haben. (APA)

  • Cross sichert sich Sperrminorität am Feuerwehrausrüster
    foto: www.rosenbauer.at

    Cross sichert sich Sperrminorität am Feuerwehrausrüster

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