Aufregung um Vorstoß für Pkw-Maut

9. Februar 2005, 08:43
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In fünf Jahren könnte die Mautvignette für Pkw durch satellitengesteuerte Abrechnungssysteme ersetzt werden

Wien - In fünf Jahren könnte die Mautvignette für Pkw durch satellitengesteuerte Abrechnungssysteme ersetzt werden. Nicht nur auf Autobahnen, sondern auf allen Straßen. Mit dieser Fest- stellung hat Verkehrsstaats- sekretär Helmut Kukacka (VP) für einigen Wirbel gesorgt, ehe er schließlich versicherte, derzeit gäbe es keine konkreten Pläne für eine Einführung.

Mittwochabend hatte Kukacka über die künftigen Entwicklungen auf dem Mautsektor referiert. Ab 2009/10 werde die nächste Generation der Bemautung, auch via Satellit, eine wirtschaftliche Einhebung die kilometerabhängige Abgabe für Pkw möglich machen, gab sich der VP-Politiker überzeugt. Bei einer EU-weit koordinierten Einführung könnten die Einnahmen dann zum Ausbau des Eisenbahnnetzes verwendet werden.

Die Proteste kamen postwendend. Verkehrsminister Hubert Gorbach (FP) beschied seinem Regierungskollegen, es stehe ihm "frei, nachzudenken worüber immer er auch möchte." Zuständig sei Kukacka für die Maut aber nicht. Die SPÖ befürchtet eine Mehrbelastung der Autofahrer, grundsätzlich verdammen will man die Pkw-Maut aber nicht.

Anders die Autofahrerclubs, die sich strikt gegen derartige Pläne aussprachen. Sogar der VCÖ hält eine generelle Pkw-Maut für unnötig. Donnerstagnachmittag ruderte Kukacka dann zurück: Er habe nur die theoretischen Möglichkeiten aufzeigen wollen, politische Forderung gäbe es aber nicht. (APA, moe,DER STANDARD Printausgabe 3.2.2005)

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