Abbas nennt Bushs Redepassagen zu Nahost "positiv"

5. Februar 2005, 21:44
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Bei Treffen mit Schweizer Außenministerin Calmy-Rey Verhandlungen erörtert - Dank an Schweiz für Unterstützung

Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) hat auf die Nahost-Passagen in der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident George W. Bush zustimmend reagiert. "Die Äußerungen Bushs (zu Nahost) sind positiv und es gibt gute Chancen, schnell ein Abkommen zu schließen" mit Israel, sagte Abbas nach einem Treffen mit der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey am Donnerstag. Bush hatte in seiner Rede zur Lage der Nation am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington die von Abbas eingeleiteten Reformschritte gewürdigt.

Dabei stellte Bush den Palästinensern kräftige Finanzhilfen in Aussicht, um die Reformen unter anderem in der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik zu unterstützen. "Das Ziel zweier demokratischer Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden leben, ist in Reichweite", sagte Bush.

Dank an Schweiz für Unterstützung

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) dankt der Schweiz und der Schweizer Bevölkerung für ihre "wiederholte Unterstützung" des palästinensischen Volkes. Dies sagte Abbas nach einem Treffen mit der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey vor Journalisten.

Beim Gespräch mit Calmy-Rey seien die zur Zeit zwischen Israel und den Palästinensern laufenden Verhandlungen erörtert worden, sagte Abbas in arabischer Sprache. Auch die Umsetzung der Demokratie sei ein Thema gewesen.

Er habe der Schweizer Außenministerin für die Unterstützung in diesem Bereich gedankt, sagte Abbas. Die Schweiz hatte zehn Experten für die Präsidentenwahlen im Jänner in die palästinensischen Gebiete entsandt.

Auch die Genfer Konventionen und das internationale Recht seien zur Sprache gekommen, erklärte Abbas weiter. Calmy-Rey sagte auf Englisch, sie hoffe, dass beim Treffen zwischen dem israelischen Regierungschef Ariel Sharon und Abbas am kommenden Dienstag in Sharm el-Sheikh auch die Genfer Nahost-Initiative zur Sprache komme. Die Intiative wird von der Schweiz unterstützt.

Das Treffen zwischen der Chefin des Schweizer Außenministeriums (EDA) und Abbas fand am Donnerstagabend zum Abschluss des ersten Besuchstags von Calmy-Rey im Nahen Osten in Ramallah statt. Zuvor hatte Calmy-Rey Gespräche mit dem palästinensischen Regierungschef Ahmed Korei (Abu Ala) und Planungsminister Ghassan al-Khatib geführt. (APA)

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    Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas traf sich mit der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey.

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