USA wollen 135.000 Soldaten stationiert lassen

5. Februar 2005, 15:36
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Myers: Rund 40.000 Iraker für Sicherheit einsatzbereit

Washington/Doha - Nach den Wahlen im Irak wollen die USA weiterhin 135.000 Soldaten im Land stationiert lassen. Rund 15.000 Soldaten kehrten nach dem Urnengang in Kürze in ihre Heimat zurück, weitere 135.000 sollten jedoch noch sechs Monate bis ein Jahr lang vor Ort bleiben, sagte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz am Donnerstag. Die US-Truppen sollten noch im Land bleiben, um irakische Sicherheitskräfte schneller ausbilden zu können. "Das Ziel ist nicht, unsere Leute nach Hause zu holen, wenn dadurch die Menschen vor Ort in größere Gefahr geraten."

Nach Angaben von US-Generalstabschef Richard Myers ist der Grad der Ausbildung der rund 136.000 irakischen Sicherheitskräfte bislang noch schwer zu bewerten. Seiner Einschätzung nach könnten derzeit rund 40.000 Soldaten an jedem Ort des Landes für Kampfhandlungen stationiert werden. Weder Wolfowitz noch Myers äußerten sich jedoch konkreter dazu, wann US-Soldaten durch irakische Truppen ersetzt werden könnten. Myers sagte zudem, auch die Zahl der Aufständischen im Land sei nicht klar überschaubar; er schätzte ihre Zahl auf etwa 1000.

Ein hochrangiger US-Militärangehöriger sagte in Doha, die US-Armee sei im Irak auf nahezu alle möglichen Szenarien eingestellt. Dazu zähle auch ein Abzug der Truppen aus dem Land, wenn die irakische Regierung dies wünsche. Der US-General betonte, die USA würden die Wünsche der Iraker in ihre Pläne einbeziehen. (APA)

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