Atom-U-Boot löst Verstimmung zwischen Madrid und London aus

5. Februar 2005, 15:00
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Spanien protestiert gegen Einlaufen eines britischen Schiffs in Gibraltar

Madrid - Das Einlaufen eines britischen Atom-U-Boots in den Hafen der Kronkolonie Gibraltar hat eine Verstimmung zwischen London und Madrid ausgelöst. Spanien protestierte am Donnerstag gegen den "Besuch" und verlangte, dass U-Boote dieses Typs Gibraltar in Zukunft nicht mehr anlaufen sollten. Wie der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos in Madrid mitteilte, soll die "HMS Sceptre" wegen eines Schadens an der Kühlung eines Dieselmotors in Gibraltar repariert werden.

Straw: "Nicht länger als eine Woche"

Sein britischer Amtskollege Jack Straw habe ihm zugesichert, dass das U-Boot nicht länger als eine Woche in Gibraltar bleiben werde. Der Fall erinnerte an den Zwist um die Reparatur des Atom-U-Boots "Tireless", das im Jahr 2000 wegen eines Schadens an seinem Nuklearreaktor in Gibraltar eingelaufen war.

Dies hatte damals eine größere diplomatische Krise zwischen Madrid und London ausgelöst. Moratinos betonte, dass nun bei der "Sceptre" die nuklearen Anlagen von der Panne nicht betroffen seien. Das im Süden der Iberischen Halbinsel gelegene Gibraltar gehört seit 300 Jahren zu Großbritannien, wird aber von Spanien beansprucht. (APA/dpa)

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    Das Atom-U-Boot "HMS Sceptre" beim Auslaufen aus dr schottischen Marinebasis Faslane.

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