Vogelgrippe: Vietnam bittet nun doch um Hilfe

7. Februar 2005, 16:08
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Langzeitplan zur Eindämmung der Epidemie soll mit internationaler Hilfe erarbeitet werden

Hanoi - Angesichts der Vogelgrippe-Epidemie, die in Vietnam seit dem Jahreswechsel bereits 13 Menschen tötete, will die Regierung in Hanoi nun doch internationale Hilfe in Anspruch nehmen. Wie am Donnerstag offiziell mitgeteilt wurde, wandte sich das Landwirtschaftsministerium mit einem Hilfsgesuch an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und an die Welternährungsorganisation (FAO).

Spezialisten der beiden UN-Organisationen sollen Experten nach Vietnam entsenden, um einen Langzeitplan zur Eindämmung der Epidemie zu erarbeiten. Im vergangenen Jahr waren in Vietnam 20 Menschen an Vogelgrippe gestorben, in Thailand gab es zwölf Todesfälle.

Von der Vogelgrippe-Epidemie ist fast die Hälfte des vietnamesischen Territoriums betroffen. In den vergangenen Wochen wurden im Kampf gegen die Epidemie 1,2 Millionen Hühner geschlachtet. Die Ausbreitung der Seuche wird dadurch begünstigt, dass es in Vietnam viele frei laufende Hühner gibt. Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis in der Hühnerzucht, Schlachtung und Vermarktung neue Standards umgesetzt seien, sagte Troedsson. Er bezeichnete es als "ermutigend", dass die Regierung in Hanoi nun auch auf internationale Hilfe setze. (APA/AFP)

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