Abschied von einem, der für die Freiheit zeichnete

16. Februar 2005, 13:36
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STANDARD-Karikaturist Dieter Zehentmayr auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt

Der vergangene Woche verstorbene Karikaturist Dieter Zehentmayr, der in seinen Zeichnungen das Vogerl, dem der Hut hoch geht, zum Symbol für Freiheit und publizistisches Engagement gemacht hatte, wurde am Donnerstag in Wien begraben. In seinen feinsinnig gezeichneten Kommentaren zum Zeitgeschehen habe sich Zehentmayr immer auch als "Menschenfreund" gezeigt, zitierte Hendrik Munsberg, Vizechefredakteur der "Berliner Zeitung", aus Leserbriefen, die das Blatt zum Ableben seines hoch geschätzten Karikaturisten erhalten hatte.

Die vielen anderen Zeitungen, für die der 64 Jahre alt gewordene gebürtige Salzburger gearbeitet hatte, waren durch führende Redaktionsmitglieder und letzte Grüße zugegen: von den "Vorarlberger Nachrichten" über die Grazer "Kleine Zeitung", Kurier und STANDARD bis zur "Financial Times Deutschland". Dazu hatten sich weitere Persönlichkeiten aus den Medien und dem öffentlichen Leben, darunter Heide Schmidt, auf dem Wiener Zentralfriedhof eingefunden.

STANDARD-Chefredakteur Gerfried Sperl sprach in seinen Abschiedsworten von den Plänen und Ideen, die ihm der an Lungenkrebs erkrankte noch im Spital geschildert hatte. "Aber", so habe ihm Zehentmayr gesagt, "es geht mir nicht mehr in die Hand." (est/DER STANDARD, Printausgabe, 4.2.2005)

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