Zukunftspläne für VA-Tech-Filets

23. Februar 2005, 13:43
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Turbo-Suche nach Investoren

Wien - Noch ist der Bär nicht erlegt, schon wird das Fell verteilt. In Siemens-Kreisen etwa wird der steirische Ex-Wirtschaftslandesrat und Neo-Manager bei der Magna-Division Cosma, Herbert Paierl, als "Retter" für den Standort Weiz genannt. Paierl und seine in der White & Green Technologie AG lose versammelten Investoren könnten die Turbogeneratorenfertigung für General Electric (GE) übernehmen - sofern Ex-VA-Tech-Großaktionär Mirko Kovats nicht daran interessiert sei.

Das bedeutete freilich eine Teilung der Fertigung, was aber Fragen der Rentabilität aufwirft, denn von den 974 Beschäftigten bei Hydro in Weiz sind knapp 800 in Produktion für GE, der Rest baut Wasserkraft-Generatoren.

Paierl winkt ab. "Ich bin seit einem halben Jahr mit meiner ganzen Energie für Cosma in der Magnagruppe hier in Nordamerika tätig und damit sehr zufrieden", teilt er via E-Mail mit. Er kümmere sich eigentlich nur noch um internationale Projekte.

Dem Ziel, 90 Prozent der VA Tech unter Kontrolle zu bringen, nähert sich inzwischen Siemens. Am Mittwoch hat Eureka Fund ihre 5,06 Prozent verkauft. Die Annahmefrist läuft noch bis 9. Februar. Insider gehen davon aus, dass Siemens die Übernahme auch dann durchzieht, wenn es nur 85 oder 88 Prozent der Aktionäre annehmen. Dann kann Siemens das Höchststimmrecht, das jeden Aktionär auf 25 Prozent der Stimmrechte beschränkt, egal wie viele Aktien er tatsächlich besitzt, abschaffen und hat freie Hand bei Abspaltungen und Verkäufen von Unternehmensteilen. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, Printausgabe 4.2.2005)

  • Wird die Fertigung geteilt?
    foto: www.vatech.at

    Wird die Fertigung geteilt?

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