RAU: Society-Trash - Den Opernball nicht abzusagen war richtig

6. Februar 2005, 21:57
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Wirklich überschritten ist der Belästigungsfaktor mit dem Auftreten von deutschem Aristo-Trash wie der "Skandalwitwe"

Den Opernball nicht abzusagen war richtig, weil man den Flutopfern helfen und sich doch amüsieren kann. Überdies bleibt die freie Entscheidung, nicht hinzugehen, auch wenn man früher hie und da hingegangen ist. Leichter gemacht wird die Entscheidung durch das geballte Auftreten von so genanntem Society-Trash, wobei damit nicht einmal die baumeisterliche Partie gemeint ist. Die sind irgendwie schon Teil der Dekoration, komplett mit Mausis neuem Ballfetzen, wo man es so genau auch wieder nicht wissen (sehen) will.

Wirklich überschritten ist der Belästigungsfaktor mit dem Auftreten von deutschem Aristo-Trash wie Prinz Ferfried von Hohenzollern und seiner Verlobten, der "Skandalwitwe" Tatjana Gsell (früherer Gatte kam irgendwie komisch zu Tode, aber alles paletti).

Hohenzollerns waren früher einmal deutsche Kaiser, keine wirkliche Empfehlung, der aktuelle Spross neigt zu ähnlichen Sprüchen wie Wilhelm Zwo, ist aber bezüglich sexuellen Exhibitionismus fortgeschrittener: Die Pressekonferenz mit Verlobter sollte im Hotelbett stattfinden.

Irgendwie hatten Revolutionen doch etwas für sich. Der Wiener Opernball wird auch das aushalten, aber nur fast.(rau, DER STANDARD Printausgabe Printausgabe 4.2.2005)

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