Langlauf: Franzose Vittoz nach Weltcupsieg mit positiver A-Probe

8. Februar 2005, 16:44
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Zweitplatzierter Hoffmann könnte im Falle einer Bestätigung durch die B-Probe erneut aufrücken

Paris - Zwei Wochen vor dem Beginn der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf droht im Skilanglauf ein neuer Dopingfall. Beim Franzosen Vincent Vittoz, der im WM-Winter schon zwei Rennen gewonnen hat, wurde nach seinem Erfolg in Nove Mesto am 15. Jänner das verbotene Diuretikum Furosemid nachgewiesen. Der 29-Jährige ging am Donnerstag selbst mit dieser Nachricht an die Öffentlichkeit, eine Stellungnahme will er aber erst nach Vorliegen des Resultats der B-Probe abgeben.

Wird das positive Ergebnis des ersten Tests bestätigt, dann droht Vittoz, der im Dezember auch in Ramsau triumphiert hatte, die Disqualifikation sowie eine Sperre. Im Falle einer Streichung des Skating-Spezialisten würde erneut Christian Hoffmann profitieren. Der Oberösterreicher, der nach Disqualifikation des gedopten Johann Mühlegg in Salt Lake City 2002 nachträglich Olympia-Gold erhalten hat, würde als Zweitplatzierter des 15-km-Rennens in Nove Mesto auf den ersten Rang nachrücken.

Furosemid dient einerseits der Entwässerung (und damit der raschen Gewichtsabnahme) und wird deshalb immer wieder in Sportarten wie Rhythmische Gymnastik, Gewichtheben, Judo etc. nachgewiesen. Anderseits könnte dieses Mittel aber durch den Effekt des "Ausspülens" des Körpers auch zur Verschleierung von anderen Dopingsubstanzen verwendet werden und steht auch deshalb auf der Verbotsliste. (APA/AFP)

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