Werbung mit Preisen verliert an Einfluss bei Kaufverhalten

21. Februar 2005, 13:33
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Studie des Marktforschers ACNielsen

Die Werbung mit Preisen ist nicht mehr "das ausschlaggebende" Kriterium, um das Verhalten der Konsumenten zu steuern. Die Verbraucher erwarten mittlerweile weitaus mehr, als einen niedrigen Preis und regelmäßige Sonderangebote, so das Ergebnis einer europaweiten Studie des Marktforschers ACNielsen.

Die Österreicher wählen laut Studie ihre Einkaufsstätten vorwiegend nach der leichten Auffindbarkeit der Produkte aus, der Preis rangiert an letzter Stelle und werde mittlerweile als selbstverständlich vorausgesetzt, so Sigrid Kürmayr von ACNielsen. Für die Briten sei es dagegen am wichtigsten, alles unter einem Dach zu finden, die Italiener wünschen sich lange Ladenöffnungszeiten und die Spanier achten in erster Linie auf das Preis/Leistungsverhältnis. Für die deutschen Verbraucher sei die gute Erreichbarkeit relevant.

Die Mehrheit der europäischen Verbraucher kauft laut Studie mehrmals pro Woche ein. Geplante Wocheneinkäufe verlieren dagegen an Bedeutung. Ferner muss ein Geschäft das Lebensmittelgrundsortiment führen, vorzugsweise mit frischen und tiefgefrorenen Convenience- Produkten. Von den 57 Einzelhändlern, die in Europa analysiert wurden, sind Aldi/Hofer in Deutschland, Albert Heijn in den Niederlanden und Tesco in Großbritannien die drei stärksten Marken.

Fazit der Studie: Verbraucher- und Supermärkte müssen ihre Positionierung neu definieren, ihr Verkaufsstellenkonzept überarbeiten und ihre Marketingstrategie anpassen. Im Rahmen der Studie wurden 6.000 Haushalte in acht europäischen Ländern befragt, davon 1.000 in Österreich. (APA)

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