Christoph Gruber stinksauer

5. Februar 2005, 11:51
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ÖSV-Quali für Gruber "fragwürdiger Trainerentscheid" - "Müsste gegenüber Hermann Maier klar den Vorzug bekommen"

Bormio - Christoph Gruber hat seinem Ärger über die ÖSV-interne Abfahrts-Qualifikation in Bormio Luft gemacht. Der Tiroler muss gemeinsam mit Werner Franz am Freitag im Abschlusstraining in die Mini-Quali um den fünften und letzten ÖSV-Startplatz in der WM-Abfahrt. "Die Trainer haben eine für mich nicht nachvollziehbare Entscheidung getroffen", meinte Gruber in einem Statement auf seiner persönlichen Homepage christophgruber.at

"Ich finde es nicht fair, eine Quali zwischen vier Läufern anzusetzen und dann plötzlich zwei davon fix aufzustellen und die anderen beiden doch noch in die Quali zu schicken", so der Schwazer, der vor allem auf seine aufsteigende Formkurve verweist. "Wenn man sich nämlich die Resultate der letzten Abfahrten ansieht, müsste ich gegenüber Maier klar den Vorzug bekommen."

Gruber hatte in den vergangenen drei Weltcup-Abfahrten die Plätze 9, 6 und 2 belegt, dazu kamen Trainingsbestzeiten in Kitzbühel sowie nun bei der WM in Bormio. "Hermann stand in dieser Saison in der Abfahrt außerdem noch nie am Stockerl. Die Fakten sprechen also klar für mich, die Trainer haben sich trotzdem gegen mich entschieden. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Hermanns großer Popularität bis hin zu Sponsorenwünschen."

Eine persönliche Attacke gegen den "Herminator" will Gruber aber keinesfalls reiten. "Mein Kommentar richtet sich in keinster Weise gegen Hermann Maier, sondern gegen die Entscheidung der Trainer. Hermann kann da ja auch gar nichts dafür und ich respektiere und schätze seine großartigen Leistungen in der Vergangenheit sehr." Die Nominierung von Olympiasieger Fritz Strobl ist für Gruber hingegen okay.

Was die Mini-Quali nun für Franz und Gruber bedeutet, beschreibt der Tiroler so: "Ich fahre am Freitag mein viertes Rennen in dieser Woche, denn schon in den drei bisherigen Trainings habe ich im Hinblick auf einen möglichen Trainerentscheid klarerweise versucht, alles zu geben. Am Freitagnachmittag weiß ich dann, ob ich am Samstag dabei sein werde oder nicht. Es bleibt also so gut wie keine Zeit, um mich mental und körperlich auf das eigentliche Rennen vorzubereiten", erklärte Gruber, der auch die logischerweise durch die "schlechte Startnummer" nach schnellen Quali-Zeiten bekrittelte. Zu guter Letzt schrieb Gruber auf seiner Website: "Es lebe die 'Mini'-Quali." (APA)

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    Christoph Gruber: "Ich fahre am Freitag mein viertes Rennen in dieser Woche, denn schon in den drei bisherigen Trainings habe ich im Hinblick auf einen möglichen Trainerentscheid klarerweise versucht, alles zu geben."

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