Napster fordert mit mobilem Musikangebot iTunes heraus

17. Februar 2005, 16:25
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Neues Abo-Modell - Für 11,5 Euro kann eine unbegrenzte Anzahl von MP3- Musikstücken heruntergeladen werden

Der Internet-Musikanbieter Napster fordert mit einem neuen Abo-Modell für mobile Abspielgeräte Apples Onlineshop iTunes heraus. Mit "Napster to go" kann für eine monatliche Grundgebühr von rund 15 Dollar (11,5 Euro) eine unbegrenzte Anzahl von MP3- Musikstücken heruntergeladen werden, wie Napster am Donnerstag (Ortszeit) in Los Angeles mitteilte.

Nur für bestimmte MP3-Player

Der Dienst startet zunächst nur in den USA. "Napster to go" kann nur mit bestimmten MP3-Playern genutzt werden. iPod-Besitzer können wegen inkompatibler Rechtemanagement-Formate nicht mitmachen.

"Sehr viel aufregender als iTunes"

"Napster To Go bietet unendlich größeren Wert und ist sehr viel aufregender als iTunes' Bezahl-Modell pro Musikstück", sagte Napster- Chef Chris Gorog. Als strategische Partner holte sich Napster die Elektronikhersteller Dell, Creative und iRiver ins Boot. Die Hardware-Partner wollen mobile Player im Verbindung mit einem einmonatigen Probeabo anbieten. Begleitet werden soll der Start mit einer 30 Mio. Dollar teuren Werbekampagne.

Eine Million

Derzeit dominiert der Computerhersteller Apple mit sowohl mit seinen iPods als auch dem Musikladen iTunes Music Store den Markt. Der im April 2003 gestartete Online-Shop iTunes hält derzeit rund 70 Prozent Marktanteil. Ein Song kostet bei iTunes 99 US-Cent bzw. 99 Euro-Cent in Europa. Auch Napster bietet neben dem neuen Dienst weiterhin Downloads für 99 Cent pro Stück an. Sowohl Napster als auch iTunes haben nach eigenen Angaben etwa eine Million Titel im Katalog.

Einst

Die Markenrechte an Napster waren zuletzt von dem amerikanischen Unternehmen Roxio aufgekauft worden. Vor Jahren war Napster eine der populärsten, aber illegalen Musiktauschbörsen im Internet. Wegen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Lieder war die Börse 2001 per Gerichtsbeschluss vom Netz genommen worden. Zu ihren besten Zeiten zählte die von dem damals 19-Jährigen Shawn Fanning gegründete Plattform über 65 Mio. Nutzer. (APA)

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