Frankfurter Städel erhält Beckmanns "Porträts von Marie Swarzenski"

5. Februar 2005, 10:21
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Schlüsselwerk von Max Beckmann aus Familienbesitz an Museum übergeben

Geschenk: Frankfurter Städel erhält Schlüsselwerk von Max Beckmann Einstige Besitzer des "Porträts von Marie Swarzenski" wurden von Nationalsozialisten vertrieben

Frankfurt/Main - Max Beckmanns 1927 in Frankfurt entstandenes Porträt von Marie Swarzenski ist nach Deutschland zurückgekehrt. Der Amerikaner Wolfgang Swarzenski hat die in seinem Besitz befindliche Pastellzeichnung dem Frankfurter Städel geschenkt. Das kürzlich vom Städel vorgestellte Bild gilt als ein Schlüsselwerk Beckmanns, da es dessen Hinwendung zu Farbe belegt.

Die porträtierte Marie Swarzenski (1899-1967) war die Tochter des Frankfurter Stadtrats Viktor Mössinger und die Ehefrau von Georg Swarzenski (1876-1957). Dieser leitete von 1906 bis 1937 das Städel und die Städtische Galerie. Das Ehepaar Swarzenski flüchtete 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA. Wolfgang Swarzenski ist der letzte lebende Sohn.

Die meisten Bilder von Max Beckmann (1884-1950) wurden 1937 als "entartete Kunst" von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Beckmann lebte von 1915 an in Frankfurt, bis er 1933 zuerst nach Amsterdam und dann in die USA emigrierte. Das Städel hat mehr als 160 Werke des Malers in seiner Sammlung. (APA)

"Porträts von Marie Swarzenski"
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