Katholische Frauenbewegung hat neue Generalsekretärin

3. Februar 2005, 12:43
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Isabella Ehart will Bewusstsein für Frauenthematik schärfen

Mag.a Isabella Ehart, Theologin und Erwachsenenbildnerin, wurde zur Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs bestellt. Sie übernimmt diese Aufgabe von Dr.in Maria Beate Eder, die in das Wiener Afro- Asiatische-Institut wechselte. Die ehemalige Krankenhausseelsorgerin ist seit ihrer Studienzeit aktiv in der kfb vor allem im Bereich Bildung und spirituelle Angebote tätig.

Zum gemeinsamen Handeln motivieren

Ehart möchte auf allen Ebenen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) das Bewusstsein für die Frauenthematik schärfen, denn "dieses Thema ist noch lange nicht erledigt". Voll Elan will sie mit neuen Impulsen das Selbstvertrauen der Frauen stärken und zum gemeinsamen Handeln motivieren. "Von der Basis der kfb in den einzelnen Pfarrgruppen bis zur Organisationsspitze müssen sich die rund 200.000 Mitglieder der kfb noch mehr als bisher bewusst sein, dass sie gemeinsam etwas weiterbringen und Kirche sowie Gesellschaft verändern können. Denn so viele Frauen können etwas bewegen", ist die neue kfbö-Generalsekretärin überzeugt. Sie will sich deshalb dafür einsetzen, "dass die kfb nicht als konfessionelle Organisation in eine Ecke gedrängt, sondern als größte Frauenorganisation des Landes auch als gesellschaftspolitische Kraft anerkannt wird."

Vita und Karrierestationen

Die gebürtige Niederösterreicherin war zuletzt Geschäftsführerin der ökumenischen Initiative "Weltgebetstag der Frauen" in Österreich. Zuvor wirkte sie neun Jahre als Seelsorgerin am Wiener Allgemeinen Krankenhaus und war in der Ausbildung von KrankenhausseelsorgerInnen tätig. Die Arbeit in der Katholischen Frauenbewegung ist ihr auf allen Ebenen seit Jahren vertraut. Schon als Studentin engagierte sich Ehart in der kfb für die Thematik Frau und Kirche. Seit Jahren lädt die feministische Theologin zur Auseinandersetzung mit Frauengestalten in der Bibel ein, gestaltet Liturgien für Frauen und feministische Besinnungstage. In der Pfarre Gänserndorf hat sie nach ihrem Studium drei Jahre lang als Pastoralassistentin gearbeitet und war in dieser Zeit als kfb-Referentin in zahlreichen Gemeinden des Weinviertels unterwegs. (red)

  • Isabella Ehart
    foto: kfbö/godany
    Isabella Ehart
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