Bush: Erneuter Vorstoss gegen Homosexuellen-Ehe

3. Februar 2005, 12:09
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US-Präsident fordert in "State of the Union"-Rede Verfassungszusatz

Washington - US-Präsident George W. Bush hat in seiner "State of the Union"-Rede erneut einen Verfassungszusatz gegen die Homosexuellen-Ehe gefordert. "Weil die Ehe eine heilige Institution ist und die Grundlage unserer Gesellschaft, sollte sie nicht durch aktivistische Richter neu definiert werden. Im Interesse von Familien, Kindern und der Gesellschaft unterstütze ich einen Verfassungszusatz, der die Institution der Ehe schützt", sagte Bush Mittwoch Abend bei seiner Rede vor dem US-Kongress.

Rechte für Homosexuelle abgelehnt

Die Frage der Homosexuellen-Ehe war im Präsidentschaftswahlkampf ein stark umstrittenes Thema. Die Republikaner haben in einigen Bundesstaaten gleichzeitig mit der Wahl auch Referenden dazu durchgeführt und dadurch konservativ-religiöse WählerInnengruppen stark mobilisiert. Auch im letztlich für Bush wahlentscheidenden Bundesstaat Ohio wurden am Wahltag in einem Referendum Rechte für Homosexuelle mehrheitlich abgelehnt.

Bushs Vizepräsident Dick Cheney, der eine lesbische Tochter hat, hatte sich im Wahlkampf von der Forderung des Präsidenten nach einem Verfassungszusatz gegen die Homo-Ehe distanziert. (APA)

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