Stellungnahmen zu "Demokratiedämmerung"

7. Februar 2005, 20:08
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Bachler zu Menasse-Uraufführung: "Spekulationen schaden dem Theater"

Wien - In einer der Austria Presseagentur übermittelten kurzen schriftlichen Stellungnahme äußert sich Burgtheater-Direktor Klaus Bachler zu der in den Medien diskutierten Frage einer Uraufführung des Stückes "Das Paradies der Ungeliebten" von Robert Menasse: "Seit meiner Direktion findet Theater auf der Bühne und nicht am Boulevard und in den Zeitungen statt. Die Vorbereitung von Stücken und die Entscheidung, ob wir ein Stück produzieren oder nicht, werden in der Direktion und Dramaturgie getroffen und nirgends sonst."

Theater findet auf der Bühne und nicht am Boulevard und in den Zeitungen statt"

Dass zuletzt mit Sabine Mitterecker und Claus Peymann zwei Namen als mögliche Uraufführungs-Regisseure gehandelt wurden, ist für Bachler ein ganz normaler Vorgang: "Wir diskutieren jedes Stück mit mehreren Regisseuren." [...]"Theater machen ist ein sensibler Vorgang, dem Spekulationen eher schaden, und an die Öffentlichkeit wende ich mich mit konkreten Ergebnissen und Aufführungen", schließt der Burgtheater-Direktor.

In dem "europäischen Stück, das von der Demokratiedämmerung in Europa handelt" (Menasse) wird beträchtliches Skandal-Potenzial geortet. Die Protagonisten tragen zwar die Namen der Spieler jener dänischen Fußballmannschaft, die 1992 Europameister wurde, doch soll es beträchtlichen Wiedererkennungswert zu heimischen Politikern geben. Ein Datum der Uraufführung steht noch nicht fest. (APA)

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