Dienstleistungsscheck birgt "Fallen" - Zusätzliche Ressourcen für AMS nötig

11. Februar 2005, 16:21
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Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst fordert von Minister Bartenstein eine Überarbeitung des Entwurfs

Wien - Kritische Worte zum geplanten Dienstleistungsscheck fand am Donnerstag der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) Rudolf Kaske bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Volkshilfe und Wiener Hilfswerk.

Die Idee des Dienstleistungsschecks wurde dabei grundsätzlich begrüßt, allerdings berge der Entwurf auch "viele Fallen", wie es Kaske formulierte. So glaubt er etwa nicht daran, dass der Dienstleistungsscheck an der Schwarzarbeit etwas ändere. Er halte es daher für notwendig, dass der Entwurf überarbeitet werde. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) solle dazu Experten aus der Praxis und Sozialpartner zu Gesprächen einladen.

Kaske merkte weiters kritisch an, dass zusätzliche Ressourcen für das AMS (Arbeitsmarktservice) notwendig seien, welches jetzt schon über zu wenig Personal verfüge. Zudem befürchtet er, dass durch den Dienstleistungsscheck qualifiziertes Personal durch unqualifiziertes verdrängt wird. Bartenstein wäre gut beraten, die Einwände von Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Sozialvereinen zu berücksichtigen, so Kaske. (APA)

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    Kaske begrüsst Idee, der Entwurf berge jedoch noch "viele Fallen"

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