Weltnaturerbe

21. März 2005, 13:10
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Das Bergmassiv der Dolomiten - ein weiteres Weltnaturerbe der UNESCO?

Die oft als "bleichen Berge" bezeichneten Dolomiten sollen von der UNESCO als "Weltnaturerbe" eingestuft werden. Ein entsprechender Antrag wurde von den drei betroffenen Provinzen Südtirol, Trentino und dem Belluno in Rom hinterlegt. Auf Südtiroler Seite wären davon fünf Naturparks betroffen. Die Koordination des Projektes hat die Provinz Belluno übernommen.

Bei den Südtiroler Naturparks handelt es sich um "Trudner Horn", "Puez-Geisler", "Schlern", "Fanes-Sennes-Prags" und "Sextner Dolomiten". Es geht damit um eine Fläche von 61.173 Hektar. Wie vorgeschrieben sollen die Kernzonenbereiche der Naturparks als Güter des Weltnaturerbes der UNESCO eingetragen werden, während die Randbereiche als Pufferzonen zu betrachten sind.

Für den Südtiroler Umweltlandesrat Michl Laimer, der sich für den Antrag besonders einsetzt, ist "das Prädikat "Weltnaturerbe" der Unesco als ein einzigartiges, unbezahlbares Gütesiegel mit großem Werbeeffekt zu betrachten".

Die "Dolomiten" sind eine Gruppe der südlichen Kalkalpen, die durch die bizarren Türme und Zinnen sowie hohe Kalk- und Dolomitstöcke gekennzeichnet sind. Das Mineral "Dolomit" entstand durch Ablagerungen am Meeresboden. Vor Jahrmillionen schoben sich die "Dolomiten" beim Aufeinanderprallen von zwei Erdplatten in die Höhe. Erst vor etwas mehr als 200 Jahren erhielten die "Dolomiten" ihren Namen, als der französische Forscher Gratet de Dolomieu über den Brenner in Richtung Süden reiste und vom hellen Kalkgestein fasziniert wurde. Das Gestein begeisterte Dolomieu so, dass er Proben in Genf analysieren ließ. Zu Ehren des Entdeckers erhielt dieses Gestein den Namen "Dolomit". (apa)

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