Stickler: "Mit sieben wird's nicht gehen"

7. Februar 2005, 16:32
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ÖFB-Präsident pocht auf vier Stadien

Wien - Der Präsident des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB), Friedrich Stickler, hat Mittwoch Abend in der Diskussion um das Klagenfurter Stadion klar gestellt, dass für eine erfolgreiche EM-Bewerbung vier Stadien in Österreich (neben den vier in der Schweiz) notwendig sind: "Mit sieben wird's nicht gehen", meinte er in der "Zeit im Bild 2". Noch glaubt Stickler aber an ein Zustandekommen des Stadions in Klagenfurt trotz des Wirbels um die Projektvergabe: "Ich gehe vom Stadion in Klagenfurt aus."

Ob auch Alternativprojekte etwa in St. Pölten oder in Linz möglich wären, wollte Stickler nicht einschätzen: "Ich kann es derzeit nicht beurteilen." Die Frage, ob an anderen Standorten noch rechtzeitig Stadien errichtet werden könnten, müsste man erst dann klären, wenn Klagenfurt nicht mehr in Frage komme. Dass die UEFA Österreich die Europameisterschaft 2008 wegnehmen könnte, glaubt der ÖFB-Präsident im Moment nicht. Erst wenn herauskäme, dass ein Stadion nicht rechtzeitig oder gar nicht fertig würde, "haben wir mit Sicherheit ein großes Problem".

Erzürnt zeigte sich Stickler über die vorzeitige Veröffentlichung der Projekte in einer Kärntner Wochenzeitung. Derjenige, der das getan habe, könne sich wohl den Schaden nicht vorstellen, der angerichtet worden sei. Dieser könnte in die hunderte Millionen Euro gehen. Allerdings entstünden sicher auch sehr hohe Schadenersatzforderungen, wenn das Stadion gar nicht komme. Angesichts dessen wäre es "vielleicht" klüger, das Verfahren doch weiterzuführen.

Wer hinter der Veröffentlichung steckt, wollte der ÖFB-Präsident nicht einschätzen. Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher (V) stehe aber ebenso hinter dem Projekt wie der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F).(APA)

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