Eine Frage der Wahrnehmung

2. Februar 2005, 21:12
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Betritt man die aktuelle Ausstellung von Esther Stocker, befindet man sich mittendrin in einem ihrer abstrakten Gemälde

Betritt man die aktuelle Ausstellung von Esther Stocker, befindet man sich mittendrin in einem ihrer abstrakten Gemälde. Schwarze Stelen bilden im Eingangsbereich der Galerie ein raumgreifen des geometrisches Raster, in dem man sich zunächst zurechtfinden muss.

Tatsächlich fällt die Orientierung in ihrer drei-dimensionalen Installation dann aber gar nicht so schwer; während sich ihre zweidimensionalen Bilder dagegen um einiges widerständiger geben - zumindest in Bezug auf den menschlichen Wahr-nehmungsapparat. Denn ihre präzisen Bildkompo-sitionen lösen Wahr-nehmungsverschiebungen aus, die auch schwierigere erkenntnistheoretische Fragestellungen initiieren: Was sind die Dinge, die wir voraussetzen? heißt die Ausstellung, in der die Otto-Mauer-Preisträgerin in Anlehnung an die "Theorien und Dinge" von W. V. Q. Quine neben den zwei- und dreidimen-sionalen Wahrnehmungs-mustern einmal mehr die allzu eindimensionalen problematisiert. Esther Stocker bis 19. März. (cb, DER STANDARD Printausgabe 3.2.3005)

Link:

Galerie Krobath Wimmer

1., Eschenbachgasse 9, (01) 585 74 72

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    Otto Mauer-Preisträgerin Esther Stocker

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