Patrioten in Stellung, Adler im Anflug

7. Februar 2005, 08:57
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New England will am Sonntag die Vormacht­stellung halten, Philadelphia endlich siegen

Jacksonville - Eine Milliarde Menschen vor den TV-Geräten, dreißig Sekunden dauernde TV-Werbespots, die je 2,4 Millionen Dollar kosten (Sonntag, ab 23.40 Uhr live in ORF2/Wiederholung Dienstag 15 Uhr TW1 sowie ab 22.30 Uhr live in Premiere digital unverschlüsselt) - das schafft allein die Super Bowl. Am Sonntag findet das 39. (offiziell: XXXIX.) Endspiel im American Football statt, in Jacksonville/Florida treffen die im Vorjahr siegreichen New England Patriots auf die Philadelphia Eagles.

Dem Vernehmen nach hat Patriots-Fan Bode Miller überlegt, von der Ski-WM einen Abstecher zur Super Bowl zu machen, ehe er sich von den Trainern zum Bleiben überreden ließ, obwohl der Montag in Bormio rennfrei ist. Auch Miller wird vor einem Fernseher Platz nehmen, vielleicht organisiert er sich sogar seine eigene Super-Bowl-Party.

In Wien veranstalten in der Nacht auf Montag die meisterlichen Chrysler Vikings im Hotel Marriott das größte Super-Bowl-Fest Europas, sie sind ganz offiziell mit der National Football League (NFL) und mit Premiere im Bunde. Die Danube Dragons wiederum laden in die neu eröffnete Nachtschicht Donauplex und zur ORF-Übertragung.

Seit 1967 bestreiten der Meister der American Football Conference (AFC), in diesem Fall New England, und jener der National Football Conference (NFL), also Philadelphia, das Endspiel. Die Patriots sind zweimal gescheitert (1986, 1997), zweimal waren sie erfolgreich (2202, 2004), drei Erfolge binnen vier Jahren gelangen bis dato allein den Dallas Cowboys (1992-95). Die Eagles haben noch keine Super Bowl gewonnen, dafür schon eine verloren (1981). Umso mehr sehnt sich Philadelphia nach dem Titel, die Stadt wartet so lange wie keine andere der großen US-Sportmetropolen auf einen Erfolg, zuletzt siegten die 76ers anno 1983 im Basketball.

Als Stärke beider Teams gilt die Defensive, sowohl New England als auch Philadelphia ließen in zwei Playoff-Partien nur je drei Touchdowns zu. Im Mittelpunkt werden dennoch die Quarterbacks stehen, Tom Brady (27) organisiert das Spiel des Titelverteidigers, Donovan McNabb (29) wirft für den Herausforderer. Im Head-to-head liegen die Eagles mit 6:3 voran, allerdings bangen sie um mehrere verletzte Spieler, nicht zuletzt deshalb werden die Patriots favorisiert. (fri - DER STANDARD PRINTAUSGABE 3.2. 2005)

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