Österreicher auch 2004 sportlich unterwegs

8. Februar 2005, 13:42
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Sportartikelhandel legte im vergangenen Jahr rund drei Prozent zu, Gesamtumsatz bei 1,908 Milliarden Euro - Wachsende Umsätze bei Diskontern

Wien - Der aktuelle Boom in der Sportindustrie bringt nicht nur der Sportartikel-Fachmesse "Winter-ispo 2005", die am Sonntag in München beginnt, einen neuen Ausstellerrekord. Auch in Österreich stieg der Umsatz mit Sportartikeln - trotz stagnierender Preise - 2004 neuerlich an, konkret um etwa 3 Prozent auf 1,908 Mrd. Euro. Ein zunehmend größerer Teil des Geschäfts entfällt mittlerweile auf Diskonter oder Ketten wie Tchibo/Eduscho, die im Vorjahr den Sportfachhändlern Wachstum abnahmen.

Die Sportfachhändler schafften ein Plus von knapp 1 Prozent auf 1,224 Mrd. Euro. "Wir haben stark begonnen und dann stark nachgelassen", umschreibt der Sprecher des Sportartikelhandels, Ernst Aichinger, das Jahr. In den Sommermonaten ließ nicht zuletzt das schlechte Wetter die Lust auf ein neues Rad oder einen neuen Badeanzug oder eine Luftmatratze sinken. Zu Jahresende gab es wieder ein kleines Plus.

Nordic Walking weiterhin sehr beliebt

Die Umsätze verteilen sich gleichzeitig auf immer mehr Artikel, so Aichinger. Gut gelaufen sei neuerlich der Absatz von Nordic-Walking-Stöcken - wobei auf diesem Trend auch für die Zukunft Hoffnungen ruhen. Ein Wachstumsmarkt sei auch weiterhin der Fitness-Sektor und hier vor allem "alles was mit Körper und Geist zu tun hat", weiß der Sporthandels-Sprecher. Gerade Frauen, "die mehr der Schönheit als der Gesundheit wegen trainieren", seien derzeit eine wachsende Kundengruppe. Kontinuierlich zugenommen haben in den vergangenen Jahren auch die Ausgaben für Sportbekleidung und vor allem Sportschuhe - wobei gerade davon auch Nicht-Sportfachhändler profitierten.

Auch das Verleih-Geschäft - vor allem mit Skiern und Rädern - wuchs 2004 weiter und trug bereits rund 10 Prozent zum Umsatz der Fachhändler bei. Mit dem steigenden Angebot steigen natürlich auch die Preise, vor allem bei den mietbaren Top-Geräten.

Im Dezember wenige Langlaufskier verkauft

Das Wintergeschäft 2004/05 erfüllte bisher nicht ganz die Erwartungen des Sportartikelhandels: Bis Ende Dezember wurden 282.000 Paar Alpinski verkauft - etwa gleich viel wie im Vorjahreszeitraum - und legte wertmäßig sogar um 3 Prozent zu. Auch bei den Bindungen blieben die Verkaufszahlen gleich. Der Verkauf von Langlaufskiern brach wegen des fehlenden Schnees in den Niederungen bis Dezember um 17 Prozent auf 15.300 Paar ein. Der Skischuhverkauf ging um 7 Prozent auf 199.700 Paar zurück. Fessel-GfK weist die Zahlen für den Skimarkt immer ab April aus, Jahresende ist damit in der reinen Wintersaison eine Art Halbzeit. Der Jänner war wegen des erst in den letzten Tagen einsetzenden Schneefalls allerdings "eine Katastrophe" so Aichinger. (APA)

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    Auch aufblasbare Rodeln werden heuer angeboten.

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