Israel baut Siedlungen im Westjordanland aus

3. Februar 2005, 18:41
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"Frieden jetzt": Im Vorjahr 27 neue Außenposten errichtet

Tel Aviv - Israel hat den Ausbau von Siedlungen und Außenposten im Westjordanland im vergangenen Jahr trotz internationaler Kritik weiter vorangetrieben. In einer am Mittwoch vorgelegten Bilanz erklärte die Nichtregierungsorganisation "Frieden Jetzt", 19 Siedlungen im Westjordanland seien erheblich erweitert worden. In zehn Siedlungen dokumentierte die Organisation "Bauarbeiten, die sich klar außerhalb der eigentlichen Siedlung" befanden.

"Frieden Jetzt" setzt sich für einen Abzug der jüdischen Siedlungen aus den besetzten Gebieten ein. Israel ist nach dem Nahost-Friedensplans (Road Map) verpflichtet, keine neuen Siedlungen mehr zu bauen. Die israelische Regierung besteht aber darauf, dass es innerhalb der jüdischen Siedlungen ein "natürliches Wachstum" geben dürfe.

"Frieden Jetzt" verzeichnete im Jahr 2004 den Ausbau von 27 Außenposten. Das sind kleinere Siedlungsprojekte, die auch nach israelischen Recht illegal sind. Oft bestehen solche Außenposten zunächst nur aus Wohncontainern. In 15 der 27 Außenposten sei mit dem Bau von Häusern begonnen worden, berichtete die Organisation. Sechs der großen Siedlungen seien jeweils um mehrere hundert Wohneinheiten ausgedehnt worden. (red/APA/dpa)

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