Bures: "Traurige Bilanz von fünf Jahren Schwarz-Blau"

2. Februar 2005, 13:13
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SPÖ-Bundesgeschäftsführerin gibt Regierung die Schuld an Rekordarbeitslosigkeit

Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures ist davon überzeugt, dass die hohe Arbeitslosigkeit in Österreich die "direkte Folge der falschen Politik der Regierung ist". "Die mit 316.017 absolut höchste Arbeitslosenzahl in der Geschichte der Zweiten Republik ist die traurige Bilanz von fünf Jahren Schwarz-Blau", sagte Bures. "Die schwarz-blaue Regierung hat mit ihrer neoliberalen Wirtschaftspolitik, mit Sozialabbau bei den sozial Schwachen und Steuergeschenken für die größten Unternehmen, die Arbeitslosigkeit in diese vorher nie dagewesene Höhe getrieben."

Frauen überproportional betroffen

Nach den am Mittwoch vom AMS veröffentlichen Daten für den Jänner ist die Arbeitslosenzahl im Jahresabstand auf 316.017 gestiegen, das sind 3.569 oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Wie schon in den Monaten davor hat die Arbeitslosigkeit bei den Frauen überproportional stark zugenommen. Im Fünf-Jahres-Abstand hat die Arbeitslosigkeit um rund 40.000 oder 13 Prozent zugenommen, die Jugendarbeitslosigkeit um rund 10.000 oder 25 Prozent.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin hält die Untätigkeit der Regierung angesichts der seit Jahren steigenden Arbeitslosigkeit für einen Skandal. "Die Regierung Schüssel lässt die Menschen einfach im Stich", sagte Bures. Sie fordert die Regierung auf, endlich die notwendigen Maßnahmen - eine Stärkung der Inlandsnachfrage durch Investitionen in die Infrastruktur und eine echte Entlastung für die kleinen und mittleren Einkommen - zu setzen. (red)

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