Innenministerium plant Ausweitung der Videoüberwachung

9. Februar 2005, 10:48
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Prüfung der rechtlichen und technischen Möglichkeiten, das Kamerasystem der Wiener Linien zu nutzen

Das Sicherheitspolizeigesetz hat die rechtliche Möglichkeit geschaffen, die Bilder von Überwachungskameras auch aufzuzeichnen. Nun denkt das Innenministerium über eine Ausweitung dieser Videoüberwachung nach - eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Kamerasystems der Wiener Linien. Ein erster Kontakt zwischen Ressortchefin Liese Prokop (V) und Bürgermeister Michael Häupl (S) im Jänner verlief laut "Presse" konstruktiv.

Schaffen

Wie ein Sprecher der Innenministerin der APA erläuterte, will man die rechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung dieser Überwachungssysteme schaffen und erheben, welche technische Zusatzausstattung nötig wäre. Dabei geht es vor allem um die Aufzeichnung der Bilder. Erste Gespräche zwischen den Beamten des Ressorts und jenen der Wiener Linien sollen in den nächsten Tagen stattfinden.

1000 Kameras

Mit rund 1.000 Kameras im Wiener U-Bahnsystem scheint dieses recht gut ausgestattet. Doch diese Aufnahmen werden nicht aufgezeichnet und sind, was noch viel schwerwiegender sein dürfte, grundsätzlich für die Überwachung des sicheren Betriebs gedacht. Die Kamerawinkel sind etwa für die sichere Abfertigung der Garnituren am Bahnsteig oder die Rolltreppen bei Notfällen gedacht.

"Für die Überwachung von kriminellen Verdächtigen ist dies nicht das Gelbe vom Ei", sagte Johann Ehrengruber, Sprecher der Wiener Linien, zur APA. Den 1.000 Kameras steht auch nicht die selbe Anzahl an Monitoren gegenüber. Die örtliche Stationsüberwachung kann sich die Bilder aus ihrem Bereich gezielt auf die Schirme schalten, ebenso wie die zentrale U-Bahnbetriebsstelle Zugriff auf alle Kameras im Wiener "Untergrund" hat.(APA)

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