Pongau: Großer Bergrettungseinsatz nach fingiertem Notruf

2. Februar 2005, 23:29
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Fast 30 Bergretter suchten in Dunkelheit nach angeblich Verletztem -Anzeige wegen Täuschung für "Scherzbold"

Salzburg - Die Gendarmerie in Salzburg hat nun einen Verdächtigen ausgeforscht, der am 24. Jänner durch einen fingierten Anruf in Mühlbach am Hochkönig (Pongau) einen großen Bergrettungseinsatz ausgelöst haben soll.

Der 41-Jährige hatte über Notruf das Rote Kreuz alarmiert, dass er sich zwischen Arthurhaus und Mitterfeldalm verirrt habe, verletzt sei und im Gelände nicht mehr weiterkönne. 29 Bergretter mit fünf Suchhunden rückten bei Dunkelheit aus, später stellte sich heraus, dass es sich um eine böswillige Aktion gehandelt hat.

Etwa eine Woche später forschte die Exekutive den Mann aus. Er gab an, er sei alkoholisiert gewesen, und da sei ihm die Idee zu der Aktion gekommen.

Anzeige wegen Täuschung

Die Gendarmerie zeigt den Salzburger wegen des Verdachts der Täuschung (Missbrauch von Notzeichen) an. Laut ORF dürfte es sich um einen Wiederholungstäter handeln, der schon im Jänner 1998 einen falschen Alarm ausgelöst hat. Damals fielen bei einer großen Suchaktion Kosten von fast 5.000 Euro an. (APA)

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