Mindestens 55 Tote bei Offensive linker Rebellen

9. Februar 2005, 22:33
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Auch fünf Zivilisten unter den Opfern

Bogota - Die Sicherheitspolitik des kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe hat in dieser Woche einen Rückschlag erlitten. Bei Angriffen und Kämpfen mit linksgerichteten FARC-Rebellen wurden seit Montag mindestens 55 Menschen getötet. Darunter befanden sich auch fünf Zivilisten, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Uribe hatte im August 2002 sein Amt mit dem Ziel angetreten, die militärische Kontrolle über alle Landesteile zurückzugewinnen und es damit zu befrieden.

Einer der Zivilisten sei in einem Minenfeld gestorben, die anderen seien am Donnerstag von Mitgliedern der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) in der Nähe der Gemeinde Barbacoas im Südwesten des Landes getötet worden. Die Rebellen hätten ihren Opfern vorgeworfen, rechte Paramilitärs unterstützt zu haben.

Am selben Tag fielen drei ehemalige Mitglieder der paramilitärischen "Einheiten zur Selbstverteidigung Kolumbiens" (AUC), die erst im Dezember im Rahmen des Friedensprozesses ihre Waffen niedergelegt hatten, einem Attentat zum Opfer. Die Männer seien in Buenaventura auf der Straße erschossen worden, sagte ein Marinesprecher. Ein Angreifer sei ebenfalls getötet worden. (APA/dpa)

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    Bei dem Angriff wurde ein Gebäude der Marinebasis in Iscuande zerstört.

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