Infektion häufigstes Problem nach Brustvergrößerung

1. Februar 2005, 21:21
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Bis zu 2,5 Prozent der Patientinnen betroffen

London/Genf - Brustvergrößerungen sind keineswegs völlig ungefährlich: Immerhin zwei bis 2,5 Prozent der Patientinnen haben nach dem Eingriff mit einer Infektion zu kämpfen. Damit seien Infektionen die größte Krankheitsursache nach dem Einsetzen von Implantaten, berichtet die Schweizer Medizinerin Prof. Brigitte Pittet vom Genfer Universitätskrankenhaus im britischen Fachjournal "The Lancet Infectious Diseases" (Bd. 5, S. 94).

Infektionen könnten auch noch Monate oder sogar Jahre nach der Operation auftreten. Verlaufen sie unbemerkt, können sie den Angaben zufolge langfristig zu einer Einkapselung des Implantats führen, der häufigsten Langzeit-Komplikation nach Brustvergrößerungen. Dabei kapsele der Körper die Implantate unterschiedlich auffällig in eine harte Kollagenhülle ein, so Pittet. Dieses Problem könne möglicherweise durch Antibiotika vermieden werden.

"Patientinnen sollten sich bewusst sein, dass Brustimplantate zu Infektionen und Einkapselungen führen können, wie es auch bei anderen Implantationen von Fremdkörpern der Fall ist", betonte Pittet. Bei guter Versorgung seien Infektionen allerdings selten. Brustvergrößerungen gehören zu den häufigsten Schönheitsoperationen. (APA/dpa)

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