Leipnik wird im Ausland wachsen

8. Februar 2005, 16:47
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Nahrungsmittelkonzern erzielte zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis - Börsegang möglich

Wien - Der zur Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien zählende Nahrungsmittelkonzern Leipnik-Lundenburger (LLI) hat zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Das seit dem Mehrheitserwerb der deutschen VK Mühlen im Herbst 2004 zum führenden Mühlenbetreiber Europas aufgestiegene Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2003/04 bei Umsatz und Ergebnis deutlich verbessert, so LLI-Vorstand Erwin Hameseder.

Der Konzernumsatz legte (noch ohne VK Mühlen) um 9,2 Prozent auf 216,8 Mio. Euro zu, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um über 30 Prozent auf 23,6 Mio. Euro. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird bereits im Ausland erwirtschaftet. Die Beteiligungserträge stiegen von 13 auf 15 Mio. Euro.

Börsegang mittelfristig möglich

Mittelfristig, in zwei bis drei Jahren, kann sich Hameseder wieder einen Börsegang der LLI vorstellen. Eine erfolgreiche Platzierung der Kapitalerhöhung bei der LLI-Tochter Agrana "wird auch bei uns weitere Überlegungen beflügeln", sagte Hameseder.

Für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 erwartet Hameseder einen Konzernumsatz inklusive der VK Mühlen von rund 700 Mio. Euro und ein deutlich gestiegenes Ergebnis. Wachsen wird der Konzern vor allem im Ausland; in Österreich gehe das aus kartellrechtlichen Gründen nicht mehr. Die unter der Dachmarke Vending zusammengefassten in- und ausländischen Töchter der LLI sind mit einer zweistelligen Umsatzrentabilität die profitabelste LLI-Sparte. Die Gruppe betreibt in acht Ländern mit 17 Tochtergesellschaften rund 26.000 Automatenstandorte und ist in Österreich und einigen mittel- und osteuropäischen Ländern Marktführer. Aus der neuen Gruppenbesteuerung erwartet sich der LLI-Vorstand Vorteile von rund sechs Mio. Euro. (APA, cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.2.2005)

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