Krematoriumsbetriebe ließ 334 Leichen herumliegen

2. Februar 2005, 23:29
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Zwölf Jahre Haft für Krematoriumsbesitzer in Georgia - "Ofen defekt"

Washington - Ein Krematoriumsbesitzer im US-Bundesstaat Georgia, der 334 Leichen nicht verbrannte sondern jahrelang in Särgen und Lagerräumen stapelte, ist zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

"Zu mild"

Familienangehörige der Toten beschimpften den Angeklagten vor der Urteilsverkündung am Montag in Lafayette und kritisierten die Strafe als zu milde, berichtete die Zeitung "Atlanta Journal-Constititution" am Dienstag.

Die teilweise stark verwesten Leichen waren vor zwei Jahren auf dem Gelände des Krematoriums entdeckt worden. Mehr als 100 Körper konnten nicht mehr identifiziert werden.

Der Besitzer, Ray Brent Marsh (31), gab an, die Bestattungsöfen seien defekt gewesen. Er bekannte sich aber schließlich schuldig und umging damit ein Gerichtsverfahren. Für die ihm zur Last gelegten Straftaten hätte ihm bei einem Schuldspruch durch Geschworene eine sehr viel längere Haftstrafe gedroht. (APA/dpa)

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