Van der Bellen für längere Schul-Gemeinschaften

7. Februar 2005, 14:15
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Option Gesamtschule bleibt bestehen - Kritik an Gehrers Festhalten an der Zwei-Drittel-Mehrheit

Gegen die Aufteilung der Kinder nach vier Jahren Volksschule in AHS-Unterstufe und Hauptschule spricht sich der Grüne Bundessprecher Van der Bellen aus. Einerseits würden dadurch Kindergemeinschaften nach relativ kurzer Zeit zerrissen, andererseits verschwinde durch diesen scharfen Schnitt auch zum Teil über vier Jahre akkumuliertes Wissen, so Van der Bellen am Rande eines Schulbesuchs in Wien.

Wie diese Schnittstellenproblematik entschärft werden soll, habe er noch keine abgeschlossene Meinung, so der Grüne Bundessprecher. Eine Möglichkeit wäre die Verlängerung der Volksschule um zwei auf sechs Jahre, eine andere eine gemeinsame Schule bis 14 Jahre - "egal welchen Namen die dann trägt" und mit den entsprechenden Schwierigkeiten bei der Umstellung und Konsequenzen für die Lehrerausbildung.

Kritik übte Van der Bellen an der Weigerung von Bildungsministerin Gehrer, die Zwei-Drittel-Mehrheit für Schulgesetze komplett abzuschaffen. Damit mache sie "wieder einen Schritt zurück", so der Grünen-Politiker. Gehrer will - im Unterschied zu den Oppositionsparteien - die Zwei-Drittel-Materien nur reduzieren und etwa in Bereichen wie der Schulpflicht und der generellen Schulorganisation weiter aufrecht erhalten. (APA)

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