Willkommene Trainingspause

2. Februar 2005, 15:28
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Witterungsbedeingte Absage des Abfahrtstrainings für ÖSV-Damen kein Problem - Götschl will Kombi fahren

Santa Caterina - Das zweite WM-Abfahrtstraining der Damen in Santa Caterina ist am Dienstag erwartungsgemäß dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen. Gestört hat das praktisch niemand, an dem als Ruhetag vorgesehen gewesenen Donnerstag wird nun aber das Qualifikationstraining gefahren. Am Freitag steht mit der Kombination der zweite Damen-WM-Bewerb auf dem Programm, am Sonntag folgt die Spezialabfahrt.

Riesentorlauf- und Slalomtraining

Auch die ÖSV-Damen empfanden die Absage angesichts des langatmigen WM-Programms als willkommene "Pause", die sie allerdings mit intensivem Riesentorlauf- und Slalomtraining füllten. Renate Götschl stand erstmals seit langem wieder auf Slalom-Ski. "Für meine Verhältnisse lief es ganz gut", berichtete die Steirerin, die unbedingt in der Kombination starten will. Die Kombi-Weltmeisterin von 1997 wäre damit ebenso Fixstarterin wie Marlies Schild und Elisabeth Görgl, um den vierten Platz matchen sich die beiden WM-Debütantinnen Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser.

Görgl mit Fragezeichen

Allerdings steht auch hinter Görgl noch ein Fragezeichen. Die Steirerin hat zwar das erste Abfahrtstraining am Montag problemlos absolviert, ob ihr verletztes Bein und das Sprunggelenk aber auch Slalomtraining aushalten, ist derzeit offen. "Ich nehm' es von Tag zu Tag, bin aber guter Dinge, dass ich in Kombi, Riesentorlauf und Slalom am Start stehe", so die Steirerin. "Für mich ist das eine völlig neue Erfahrung. Aber die Beine hochlegen und sechs Wochen nichts tun, dafür bin ich nicht der Typ."

Weil bei der WM ja nach wie vor die klassische Kombination mit Abfahrt und zwei Slalomdurchgängen (Götschl: "Das Vorwärtsdenken der FIS hält sich in Grenzen") gefahren wird, wird für die jungen ÖSV-Kombi-Anwärterinnen der Rückstand im Abfahrtstraining das relevante Kriterium. "Unter zwei Sekunden Rückstand sollten sie schon bleiben", so Cheftrainer Herbert Mandl.

Zettel mit Respekt

Vor allem aber heil ins Ziel kommen, es stehen ja noch weitere wichtige WM-Bewerbe an. Bei Zettel wäre es schon fast ins Auge gegangen. Die junge Niederösterreicherin zog sich im ersten Abfahrtstraining bei der missglückten Landung nach dem berüchtigten Canaletto-Sprung eine Schuhrandprellung zu, konnte aber am Dienstag schon wieder trainieren. "Das ist die schnellste Abfahrt, die ich je gefahren bin", zeigte Zettel Respekt.

Nicht optimal läuft es abseits der WM weiter bei Nicole Hosp. Die ursprünglich ebenfalls für die Kombination vorgesehen gewesene Tirolerin ist zwar wieder gesund, das Training in Nordtirol musste aber wegen des immensen Neuschnees abgesagt werden. Ab Mittwoch übt die Bichlbachern deshalb in Brixen/Südtirol, sie kommt erst am Wochenende für den Riesentorlauf am Dienstag zur WM. (APA)

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    Kein Training in Santa Caterina und niemanden stört's.

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