Eisfläche am antarktischen Rand zurückgegangen

2. Februar 2005, 12:36
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Wissenschafter machen regionale Einflüsse verantwortlich

Wellington - Eine riesige Eisfläche am Rande der Antarktis ist um etwa fünf Kilometer zurückgegangen. Dadurch konnte ein Schiff mit Öko-Touristen viel weiter südlich in die Bucht der Wale einfahren, als dies bisher jemals möglich war. Wissenschaftler der University of Canterbury in Christchurch in Neuseeland führten dieses Phänomen nicht auf die allgemeine Erderwärmung, sondern auf regionale Einflüsse zurück.

Nach Angaben der Gletscherforscherin Wendy Lawson hat sich das Ross-Schelfeis in jüngsten Nachforschungen als stabil erwiesen und zeigt stellenweise sogar eine Tendenz zur Ausweitung. Der Rückgang in der Buch der Wale sei deshalb vermutlich auf Meeresströmungen zurückzuführen, hieß es. Einem Reiseleiter zufolge war es dadurch für das Schiff "Spirit of Enderby" zum ersten Mal überhaupt möglich, in die Buch einzufahren. Die 48 Teilnehmer der Expedition konnten daraufhin an der flachen Eisküste an Land gehen. (APA/AP)

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