US-Wachleute erschießen vier irakische Häftlinge bei Revolte

2. Februar 2005, 18:26
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Gefangene warfen mit Steinen und benutzten selbst gefertigte Waffen

Bagdad - Bei der Niederschlagung einer Revolte in einem Gefangenenlager im Süden des Irak haben US-Wachleute am Montag vier Häftlinge erschossen. Sechs weitere Insassen des Lagers Bukka nahe Umm Kasr seien verletzt worden, teilten die amerikanischen Streitkräfte mit.

Die Revolte sei kurz nach Mittag nach einer routinemäßigen Durchsuchung eines der zehn Gebäude des Lagers ausgebrochen und habe sich rasch auf drei weitere Gebäude ausgebreitet. Die Gefangenen hätten mit Steinen geworfen und selbst gefertigte Waffen benutzt. Den Angaben zufolge schossen die Wachleute scharf, nachdem mündliche Aufforderungen zur Wiederherstellung der Ruhe nichts genutzt hatten.

Bagdad fordert Bestrafung

Die irakische Regierung hat die Bestrafung von US-Soldaten gefordert, falls sie bei der Niederschlagung der Revolte in einem Gefangenenlager im Süden des Landes unangemessene Gewalt angewandt haben sollten. "Wenn dort Fehler gemacht wurden, sollten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte der irakische Minister für Menschenrechte, Bakhtiar Amin, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. (APA/AP/Reuters)

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