Berufsgruppen, die Geld sammeln

3. Februar 2005, 10:54
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Rottenbergs Boulevard: "Hackeln" für den guten Zweck

Es dürfte der größte Friseursalon der Welt gewesen sein. Aber um ins Buch der Rekorde zu kommen, hatten sich die rund 200 Friseure aus ganz Österreich (knapp die Hälfte von ihnen stammte im übrigen aus Niederösterreich) nicht am Sonntag im Wiener Austria Center versammelt: Binnen sechs Stunden schnitten und stylten die Coiffeure da nämlich unter dem Motto "Hair Aid" zugunsten der Tsunami-Hilfe: Für mindestens 10 Euro Spende wurde geschnitten, gewaschen, gelegt, frisiert und gefärbt. Über 1000 Wiener wollten sich die Chance, die eigene Verschönerung nicht nur als eitle, sondern darüber hinaus auch noch als gute Tat etikettieren zu können, nicht entgehen lassen. Und am Ende der Aktion lagen dann über 12.000 Euro in der Kasse.

Müllmänner, Straßenkehrer und andere Menschen im kommunalen Reinigungsdienst tun sich mit dem Charity-Hackeln ein bisserl schwerer als Leute in individuell zu bezahlenden Dienstleistungsjobs - also griffen die Mitarbeiter der Wiener MA 48 in die eigenen Taschen. Am Montag hatten die Herren und Damen in - zumeist - Orange dann eine stattliche Summe beisammen und übergaben voller Stolz einen Scheck über 15.000 Euro. (rotte, DER STANDARD - Printausgabe, 1.02.2005)

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