Sieben Tote bei Massaker in Kolumbien

1. Februar 2005, 21:22
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Tat wird Paramilitärs zugeschrieben

Rebellenangriff in Kolumbien: Mindestens 14 Soldaten getötet Sprengstoffgefüllte Gasflaschen als Geschosse verwendet Bogota - Bei einem Massaker im Nordwesten Kolumbiens haben Unbekannte sieben Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, getötet. Zwei weitere Kinder und ein Erwachsener hätten verletzt überlebt, sagte ein Behördensprecher am Montag. Es sei davon auszugehen, dass es sich um die Tat ultrarechter Paramilitärs handle, fügte Jorge Mejia von der Regierung der Provinz Antioquia hinzu. Die Überlebenden des Überfalls vom Samstagabend hätten berichtet, die Täter hätten ihre Opfer der Unterstützung linker Rebellen bezichtigt.

In Antioquia sind die paramilitärischen "Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens" (AUC) sowie die linksgerichteten Guerillagruppen "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) und "Nationales Befreiungsheer" (ELN) aktiv. Die AUC haben der Regierung in Bogota im Rahmen von Friedensbemühungen die vollständige Entwaffnung ihrer landesweit etwa 20.000 Mitglieder bis Ende des Jahres zugesagt.

Erst am Sonntag hatten in der Region 125 AUC-Mitglieder ihre Waffen niedergelegt. Die Zivilbevölkerung in den bisher von Paramilitärs beherrschten Gebieten befürchtet nun, Opfer von Racheaktionen der linken Rebellen zu werden. Einige Familien seien deshalb bereits in andere Landesteile geflüchtet, berichteten lokale Medien. (APA/dpa)

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