Rund 2.500 Menschen suchen im Kongo Schutz bei UNO-Truppen

2. Februar 2005, 12:34
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Offenbar 16 Menschen in Unruheregion Ituri getötet

Kinshasa - Aus Angst vor neuer Gewalt haben rund 2.500 Menschen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo Schutz bei UNO-Soldaten der Friedensmission MONUC gesucht. Nachdem am Wochenende in dem schwer zugänglichen Gebiet Augenzeugen zufolge 16 Menschen von bewaffneten Gruppen getötet wurden, kamen seit Sonntag hunderte Flüchtlinge aus der Umgebung des Ortes Tche in der Bürgerkriegsregion Ituri, wie ein MONUC-Sprecher am Montag sagte. Viele von ihnen seien verletzt.

34 Menschen, darunter vor allem Frauen, seien am Samstag verschleppt und mehr als 200 Häuser seien in Brand gesetzt worden. "Wir sind in einer humanitären Notlage", sagte der Sprecher. Er forderte die Regierung auf, die bewaffneten Gruppen zu einem Ende der Gewalt in Ituri zu bewegen.

Seit 1999 wurden in dem Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Hema und Lendu in Ituri rund 50.000 Menschen getötet. Die MONUC ist der teuerste und einer der größten der weltweit 17 UNO-Friedenseinsätze. (APA/AFP)

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