Neues Hotel in der Herrengasse: Geschmack nach Maß - bis zum Kopfpolster

30. März 2005, 13:39
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Italienischer Stil trifft auf Wiener Tradition: Das neue Style-Hotel hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen - Zum Kennenlernen lockt ein günstiges Startangebot

Wien - Das Eröffnungsangebot ist in dieser Kategorie ein wahrlich großzügiges. Bis Mitte März gilt: 140 Euro pro Nacht - egal ob Zimmer oder Suite. Inklusive Frühstück, Minibar, Sauna, Dampfbad - oder Besuch im wohl bestgesicherten Fitnesscenter der Stadt: Denn unten im Keller blieben die original Tresortüren des ehemaligen Bankgebäudes erhalten. Wenn auch fixiert, damit keiner der körperkultigen Gäste versehentlich eine Nacht hinter verschlossener Sicherheitstüre verbringen muss.

Durchgestylt

Das neue Style-Hotel der Radisson SAS-Gruppe in der Wiener Herrengasse 12 hat nach 18 Monaten Umbauzeit am Montag seinen Betrieb aufgenommen. General Manager Alfio Bernardini und Innenarchitektin Maria Katsarou-Vafiadis präsentierten das komplett durchgestylte Gebäude (DER STANDARD berichtete). Zentrum des Hotelgeschehens, aber auch Ausgangspunkt aller Gestaltungsüberlegungen ist das interaktive, offene Erdgeschoss, wie Katsarou-Vafiadis erläuterte. Und hätte das Denkmalamt nicht den Aufzugeinbau im denkmalgeschützten zentralen Ovalraum gestattet, hätte man das ganze Projekt ohnehin gleich vergessen können.

Kompromiss

Die Verspiegelung der Außenwände war schließlich der entscheidende Kompromiss. Sogar beim Eingang mussten ungewöhnliche Lösungen gefunden werden: Die Originaltüren sind nun die Seitenwände des neuen Eingangs. Denkmalschutz und der trapezförmige Gebäudegrundriss bestimmten auch die Gestaltung der Zimmer: Unter den 78 Zimmern und Suiten gleicht kaum eines einem anderen. Durchgängig ist hingegen die Qualität der Materialien - sei es American Fumed Oak, Marmor, Alabaster, Onyx, Leder, Samt, Seide oder die Bettwäsche aus Satin-Baumwolle. Bis ins Detail wurde auf Proportionen geachtet und beispielsweise die Kopfpolster in einem nicht gängigen Format maßgefertigt.

Geschmack im "Sapori"

In diesem Stil geht es weiter bis in die Küche des Restaurants "Sapori" unter Lorenzo Dimartino. Traditionelle, neu interpretierte italienische Küche wird geboten. Die Zutaten werden teilweise aus Italien eigenimportiert; die Teigwaren im Haus frisch zubereitet. Italienisches dominiert auch die Weinbar gegenüber dem Restaurant. Bis zu 600 Flaschen fasst der gläserne Lagerraum; gestartet wird laut Bernardini mit 150 unterschiedlichen Etiketten. (DER STANDARD - Printausgabe, 01.02.2005)

Von Roman David-Freihsl

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    foto: christian fischer
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