Springer will Mehrheit an ProSiebenSat.1

7. Februar 2005, 13:00
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Tele München verneint Gespräche mit RTL

"Sie können mich dazu in fünf Jahren wieder anrufen": Herbert Kloiber dementiert auf Anfrage des STANDARD Verhandlungen über einen Einstieg der RTL Group bei seiner Tele München Gruppe oder einen Verkauf derselben an RTL.

Tele München ist einer der größten Programmhändler in Deutschland. Ihr gehören zudem 31,5 Prozent an RTL 2, das Fernsehprogramm Tele 5 und mehr als 40 Prozent an ATV+. Weiters hat Kloiber ein großes Filmpaket von Warner gekauft, das RTL interessieren sollte.

Jede Woche rede er mehrfach mit Gerhard Zeiler, dem ebenfalls aus Wien stammenden Manager der RTL Group. In ihr sind die Dutzenden Fernseh- und Radiobeteiligungen des Medienriesen Bertelsmann gebündelt.

"Mit Verve dementieren"

Thema der Gespräche sei zum Beispiel "Herr der Ringe" bei RTL, sagt Kloiber. Dass es um Einstieg bei oder Übernahme der Tele München gehe, könne er "mit Verve dementieren".

Akutes Thema der Gespräche Kloibers mit Zeiler ist wohl die geplante Ablöse des Oberösterreichers Josef Andorfer als Manager von RTL 2, an dem RTL ebenfalls beteiligt ist. Heute, Dienstag, sollen die Gesellschafter des Senders darüber entscheiden.

Der Spiegel berichtet von Übernahmeplänen in noch größeren Dimensionen: Ma- thias Döpfner, Vorstandschef des Verlagskonzerns Springer mit Bild und Welt, soll am Wochenende bei US-Investor Haim Saban vorgefühlt haben, um dessen Anteile am Fernsehriesen ProSiebenSat.1 zu übernehmen.

Springer hält derzeit zwölf Prozent an dem TV-Konzern und käme bei einem Ausstieg Sabans auf die Mehrheit. (fid/DER STANDARD; Printausabe, 1.2.2005)

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