Stage & Studio: Nächste Rate wird fällig - Zulieferer unter Druck beschäftigt ORF

23. Februar 2005, 13:48
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Der Zentralbetriebsrat drängt seit Jahr und Tag, die Anstalt möge rund 400 vor allem technischen Mitarbeiter anstellen

Der nächste Stichtag lautet 20. Februar 2005. In knapp drei Wochen muss der große ORF-Zulieferer Stage & Studio seinen Gläubigern die zweite von vier Raten überweisen. Das vereinbarte Stage & Studio vor einem Jahr bei seinem Ausgleich.

152 Gläubiger und 295 Dienstnehmer hatten Forderungen über 11,6 Millionen Euro geltend gemacht, davon wurden 8,8 Millionen Euro anerkannt. 40 Prozent muss Stage & Studio begleichen, zehn Prozent beträgt die so genannte Teilbarquote. Sie ist in vier Tranchen bis zum 15. Februar '06 zu begleichen. Doch schon Tranche zwei gilt im ORF als nicht gesichert. Manager und Eigentümer Karl Stagl war Montag unerreichbar.

Vergangene Woche diskutierte das ORF-Management in einer dreitägigen Klausur in Baden auch die neuerlich verschärfte Krise des wichtigen Zulieferbetriebs.

Betriebsrat drängt auf Anstellung

Der Zentralbetriebsrat des ORF drängt seit Jahr und Tag, die Anstalt möge jene rund 400 vor allem technischen Mitarbeiter anstellen, die er bisher als Leasingkräfte beschäftigt. Der Großteil stammt von der Stage & Studio.

Dem Betriebsrat hat das Management schon die Anstellung von 100 dieser Leasingkräfte zugesagt. Die Begeisterung im Stiftungsrat darüber hielt sich bisher in engen Grenzen. Doch der längst abgesegnete Stellenplan des ORF hat noch Reserven für zwei Hundertschaften.

Schon einmal musste der ORF seinem großen Zulieferer entgegenkommen, um dessen regulären Betrieb aufrecht zu erhalten: Knapp vor Weihnachten 2003, konnte Stage & Studio Gehälter seiner Mitarbeiter nicht zahlen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 1.2.2005)

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