Linux-Verband: Bill Gates hat im Spiegel "nachweislich gelogen"

24. Februar 2005, 19:27
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Deutsche Linux-Community: Linux ist nicht "in vielerlei Hinsicht sogar stärker" durch Virenattacken betroffen

Microsoft-Gründer Bill Gates gewährte der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Spiegel ein Interview - der WebStandard berichtete. Inhalt: Computersicherheit. Darin behauptete er, dass Linux "in vielerlei Hinsicht sogar stärker" durch Virenattacken betroffen sei, als Windows.

Eine "nachweisliche Lüge"

Ein Statemant, welches der deutsche Linux-Verband so nicht stehen lassen. Wie heise-online berichtet, bezeichnet Elmar Geese, Vorsitzender des Verbandes, die Aussage als eine "nachweisliche Lüge".

Infos

"Jeder könne sich auf den Webseiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) über die unsicheren MS-Programme informieren, während Linux-Betriebssysteme von Red Hat und Suse als sichere Software zertifiziert worden seien. Auch die neuesten Wurm-Warnungen richten sich wie viele vorher ausschließlich an Nutzer von Microsoft-Systemen."

Ursache: Schwachstellen der Programmarchitektur und der fehlenden Offenheit der Codes

Für den Linux-Verband liegt das Viren- und Würmerproblem nicht an der weiten Verbreitung der Microsoft-Programme. "Sondern an systemimmanenten Schwachstellen der Programmarchitektur und der fehlenden Offenheit der Codes. Wer in der digitalen Welt sicher gehen möchte, sollte auf Offenheit der Standards und 100prozentige Offenheit der eingesetzten Codes achten, wie sie das Betriebssystem Linux und Open-Source-Software insgesamt garantieren." (red)

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