31.1.: Ambrozy kritisiert Vorgangsweise bei Bilanzprüfung

2. Februar 2005, 15:55
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SPÖ-Landeschef will rasche Einsicht in die Bilanz 2004 und spricht von "Bilanztrick" bei Verwendung der Bundesförderung

Klagenfurt - Kritik am Vorgehen im Zusammenhang mit der Wörthersee-Bühne übte am Montag der Kärntner SPÖ-Vorsitzende LHStv. Peter Ambrozy. Derzeit würden elf Exemplare der Bilanz 2004 mit eingeschränktem Bestätigungsvermerk im Büro des freiheitlichen Finanzreferenten LHStv. Karl Pfeifenberger liegen und dem Aufsichtsrat erst am 15. Februar und nicht, wie vereinbart bis spätestens 25. Jänner vorgelegt werden. "Diese Vorgangsweise entspricht nicht meinen Vorstellungen", sagte Ambrozy vor Journalisten.

Zanella-Abschlagszahlungen bekannt geben

Der SPÖ-Chef verlangte auch die Bekanntgabe der Höhe der Abschlagszahlung für Renato Zanella wegen dessen Verzichts auf die Seebühnen-Intendanz. Es gehe hier um Steuergelder und die Öffentlichkeit habe daher das Recht zu erfahren, wie viel der Politik der Ausstieg Zanellas aus dem Vertrag Wert gewesen ist.

"Ungeheuerlichkeit" Bilanz-Prüfer austauschen zu wollen

Als eine "Ungeheuerlichkeit" bezeichnete Ambrozy angebliche Bestrebungen der FPÖ, die Prüfer der Seebühnen-Bilanz auszutauschen. Man gehe hier unter dem Motto "Schwarze und Rote prüfen zu Lasten der FPÖ vor", obwohl überhaupt kein Grund für einen Austausch bestehen würde. Ambrozy: "Jedenfalls wird es nicht möglich sein, das Jahr 2004 durch Prüfungstricks über die Bühne zu bringen."

"Bilanztrick"

Als einen "Bilanztrick" wertet der SPÖ-Chef den Umstand, dass die auf fünf Jahre ausgelegten Bundesförderungen von insgesamt 1,6 Millionen Euro jetzt zur Gänze für das Jahr 2004 verbraucht würden. Dadurch würde die Gefahr einer Rückforderung von zumindest vier Fünftel der Summe bestehen. Jedenfalls müsse eine Gebarungsprüfung zu Tage fördern, warum die Verbindlichkeiten der Seebühnen-Betreibergesellschaft zum 31. Dezember 2003 gleich Null gewesen seien, sich im September 2004 aber auf rund 1,2 Millionen Euro belaufen hätten, betonte Ambrozy. Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat bereits Zustimmung zu einer solchen Überprüfung signalisiert. (APA)

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