Gedanken machen mobil: HP stützt neurologische Forschung an TU Graz

8. Februar 2005, 10:19
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Brain-Computer Interface eröffnet neue Perspektiven bei Rehabilitation Behinderter - Sachspende im Wert von 50.000 Euro

Mit Hilfe von Gehirnströmen schwer körperbehinderter Menschen lassen Wissenschafter der Technischen Universität Graz (TUG) Computer arbeiten, um diesen Menschen wieder den "Zugriff" auf die Außenwelt zu öffnen. Diese Anstrengungen unterstütze man mit Produkten im Wert von 50.000 Euro, so Hewlett-Packard (HP) Österreich am Montag. Vor allem für Personen mit körperlichen Handicaps soll die Forschung über die Verbindung von Hirn und Computer - die "Brain-Computer Interface" (BCI)-Forschung - neue Perspektiven bringen.

Sehen und Darstellen

Im Grazer Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der TUG arbeiten Forscher an der Entwicklung des Grazer BCI-Systems. Dieses wandelt Gedanken bzw. bioelektrische Signale des Gehirns in reale Steuersignale um. Damit will man beispielsweise die Greiffunktion bei Querschnittgelähmten wiederherstellen: Gedanken geben Steuerimpulse an Neuroprothesen mit Elektroden oder implantierbare Systeme, die wiederum die Muskeln in den Armen der Patienten elektronisch stimulieren und so Bewegungen ermöglichen. Auch bei Schlaganfallpatienten kann das BCI-System die Rehabilitationszeit verkürzen, indem Patienten allein durch das Vorstellen von Bewegungen motorische Zentren im Gehirn aktivieren können.

Froh

"Wir sind froh, dass HP unsere Forschung so tatkräftig unterstützt", freute sich Institutsleiter Gert Pfurtscheller. Da unterschiedliche Personen unterschiedliche Gehirnmuster aufweisen, seien zur Weiterentwicklung des BCI-Systems rechenintensive Einzelstudien notwendig. Durch die aktuelle Unterstützung will man nun noch schneller zu zuverlässigen Ergebnissen zu kommen, so Gert Pfurtscheller. Die Sachspende umfasst die komplette Ausstattung des Grazer BCI-Labors mit technischen Geräten - von Workstations über Notebooks, Flachbildschirmen und Farblaserdrucker bis hin zu mehreren Pocket-PC. "Für HP als technologischer Innovator ist es uns ein besonderes Anliegen, diese einzigartige Grundlagenforschung an der TU Graz zu unterstützen und behinderten Mitmenschen damit neue Perspektiven zu eröffnen", erklärte Wolfgang Gruber, Generaldirektor von HP Österreich.

<>BWeit

Das Angebot von HP erstreckt sich über die Bereiche IT-Infrastruktur, globale IT-Dienstleistungen, Computerlösungen für Unternehmens- und Privatkunden sowie Drucken und Bildbearbeitung. In den vergangenen vier Quartalen erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen weltweiten Umsatz von 79,9 Mrd. US-Dollar (61,3 Mrd. Euro). Die österreichische Niederlassung verfügt über zwei Standorte in Wien sowie Geschäftsstellen in Graz, St. Florian (OÖ) und Götzis. (APA)

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